Wasserstoff-Fieber
Grüner Knall: Zockerliebling Plug Power explodiert um ein Viertel!
Plug Power hat sein erstes Modul für Europas größtes Wasserstoffprojekt geliefert. Die Aktie ist daraufhin um über ein Viertel nach oben geschossen.
- Plug Power liefert erstes Modul für Wasserstoffprojekt.
- Aktie springt um 26% auf 2,94 US-Dollar.
- Hohe Volatilität bleibt trotz Wachstum und Aufträgen.
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Plug Power hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Der US-Konzern lieferte sein erstes 10-Megawatt-GenEco-Elektrolyseurmodul an die Raffinerie des portugiesischen Öl- und Gaskonzerns Galp in Sines. Dort entsteht das größte Protonenaustauschmembran-Elektrolyseurprojekt Europas und zugleich das bislang größte Projekt von Plug. Insgesamt sollen zehn dieser Module installiert werden, die zusammen auf 100 Megawatt kommen. Nach Fertigstellung im ersten Halbjahr 2026 soll die Anlage jährlich bis zu 15.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren und damit 20 Prozent des bisher eingesetzten grauen Wasserstoffs ersetzen. Die Treibhausgasemissionen der Raffinerie könnten so um rund 110.000 Tonnen pro Jahr sinken.
"Plug entwickelt die nächste Generation industrieller Energielösungen, und unsere Zusammenarbeit mit Galp zeigt, dass Wasserstoff in großem Maßstab bereits heute einsetzbar ist", erklärte CEO Andy Marsh. Das Unternehmen sieht das Projekt als Vorbild für die Transformation im europäischen Raffineriesektor.
Die Börse reagierte euphorisch: Die Plug-Power-Aktie sprang am Mittwoch um knapp 26 Prozent nach oben und schloss bei 2,94 US-Dollar. Damit notiert das Papier nahe dem 52-Wochen-Hoch von 3,15 US-Dollar und liegt seit Jahresbeginn rund 25 Prozent im Plus. Am Donnerstag notieren die Titel vorbörslich zunächst mit roten Vorzeichen.
Die Aktie gehört es zu den volatilsten Werten im S&P 500: Laut Daten gab es in den vergangenen zwölf Monaten 96 Kursschwankungen von mehr als fünf Prozent. Rund 40 Prozent der frei handelbaren Aktien sind leerverkauft, was die Ausschläge zusätzlich verstärkt.
In den vergangenen sechs Monaten haben die Titel bereits eine Verdopplung verzeichnet, nachdem Plug im August Rekordzahlen aus seiner Wasserstoffanlage im US-Bundesstaat Georgia vorgelegt hatte. Dort wurden 324 Tonnen grüner Wasserstoff produziert – der bislang stärkste Monat seit Inbetriebnahme – bei einer Verfügbarkeit von 99,7 Prozent.
Dennoch bleibt das Unternehmen defizitär. Plug erwirtschaftete 2024 rund 629 Millionen US-Dollar Umsatz, für 2025 erwarten Analysten rund 710 Millionen. Erst für 2029 wird ein positiver operativer Gewinn prognostiziert, bei dann etwa 1,9 Milliarden US-Dollar Umsatz. Die ambitionierten Ausbaupläne in Europa sollen helfen, diesen Pfad zu beschleunigen.
Mit dem Projekt in Portugal setzt Plug ein starkes Signal in Richtung Energiewende. Für Anleger bedeutet der Erfolg jedoch auch weiter hohe Volatilität – zwischen Euphorie über neue Aufträge und Skepsis wegen fehlender Profitabilität.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion


