Neue Allianzen

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    Die Welt gegen die USA: Weltweite Handelsströme verlagern sich

    Während die USA ihre Handelskriege fortsetzen, schließen immer mehr Länder neue, wirtschaftliche Bündnisse. Die Antwort der Welt auf die aggressive US-Handelspolitik verändert die Wirtschaftsordnung.

    Für Sie zusammengefasst
    • Welt reagiert auf US-Handelspolitik mit neuen Allianzen.
    • Brasilien und Indien intensivieren Handelsbeziehungen stark.
    • Mercosur und EU schließen Abkommen für wirtschaftliche Unabhängigkeit.
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    Neue Allianzen - Die Welt gegen die USA: Weltweite Handelsströme verlagern sich

    Die Welt reagiert zunehmend auf die unberechenbare Handelspolitik der USA mit einer Umstrukturierung globaler Allianzen. Länder, die durch die Zölle und Handelskriege unter US-Präsident Donald Trump stark getroffen wurden, suchen verstärkt nach neuen Partnerschaften, um sich von den US-Marktbarrieren zu befreien und ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit zu sichern.

    Ein Beispiel für diese neue Ausrichtung sind Brasilien und Indien. Beide Länder haben unter den US-Zöllen erheblich gelitten. Brasilien, das 12 Prozent seiner Exporte in die USA liefert, sieht sich mit 50 Prozent Zöllen auf viele Produkte konfrontiert. Auch Indien, bei denen etwa ein Fünftel der Ausfuhren in die USA geht, hat durch die Zölle auf Stahl und Elektronik enorme Handelsverluste hinnehmen müssen.

    Die Reaktion der beiden Länder: Sie haben ihre Handelsbeziehungen intensiviert. Vor Kurzem trafen sich die Regierungen von Brasilien und Indien in Neu-Delhi, um ihre Partnerschaft zu vertiefen und den Handel von derzeit 12 Milliarden US-Dollar auf das Dreifache zu steigern. Wichtige Themen dabei sind Agrarwirtschaft, Biokraftstoffe und Verteidigung.

    Indien und Brasilien arbeiten zudem daran, das Mercosur-Indien Handelsabkommen, das bereits 2004 unterzeichnet wurde, weiter auszubauen. Daneben haben Brasilien und Argentinien auch ihre Wirtschaftsbeziehungen zu China gestärkt und haben jüngst Lieferverträge über Sojabohnen unterzeichnet, da China in dieser Erntesaison noch keine Bestellung bei seinem früher wichtigsten Soja-Lieferanten USA eingereicht hat.

    Der Verlust des US-Marktes, in den traditionell über 60 Prozent der Exporte aus China gingen, zwingt chinesische Unternehmen, neue Märkte zu erschließen. Der Küchengeräte-Hersteller Gstar Electronics, der früher 60 Prozent seines Umsatzes aus den USA generierte, sagt, er habe sich nun von den US-Kunden verabschiedet und sei auf der Suche nach Märkten in Europa, Lateinamerika und Afrika.

    Die Canton Fair in Guangzhou, die größte Handelsmesse der Welt, zeigte deutlich, dass chinesische Unternehmen zunehmend nach Lateinamerika und Südostasien blicken, um die Verluste durch die US-Zölle auszugleichen. Die starke Nachfrage aus Brasilien, Südostasien und Europa lässt Chinas Unternehmen hoffen, neue Märkte zu finden und so ihre Exporte zu diversifizieren.

    Der Mercosur-Handelsblock, zu dem unter anderem Argentinien, Brasilien, Venezuela und Bolivien zählen, hat kürzlich ein wichtiges Handelsabkommen mit der Europäischen Union abgeschlossen, das einen weiteren Schritt in Richtung Unabhängigkeit von den USA darstellt. Dieses Abkommen, das über 20 Jahre in Verhandlung war, öffnet den südamerikanischen Märkten für europäische Produkte und sichert die südamerikanischen Exporteure langfristig ab.

    Die Länder des BRICS-Bündnisses – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – haben ebenfalls ihre Zusammenarbeit verstärkt. Als Antwort auf die US-Politik suchen diese Länder zunehmend nach Wegen, den Einfluss der USA zu verringern und ihre eigenen Handelsstrategien auszubauen. Dabei spielen Indien und Brasilien eine Schlüsselrolle, da sie zusammen mit China und Russland eine starke Front gegen die westliche Dominanz im globalen Handel bilden.

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    Die USA, die ihre Handelspolitik unter Trump immer wieder verändert haben, sehen sich nun einer weltweiten Umstrukturierung der Handelsbeziehungen gegenüber. Länder wie Brasilien, Indien, China, aber auch die Europäische Union reagieren mit neuen Allianzen und Handelsabkommen, um sich von den US-Importzöllen zu befreien und ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit zu wahren.

    Der verstärkte Austausch zwischen diesen Ländern und Regionen zeigt die zunehmende Bereitschaft, neue Wege zu gehen, um sich gegen die Unsicherheiten im Handel mit den USA abzusichern.

    Autor: Ingo Kolf, wallstreetONLINE Redaktion


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    Verfasst vonRedakteurIngo Kolf
    Neue Allianzen Die Welt gegen die USA: Weltweite Handelsströme verlagern sich Während die USA ihre Handelskriege fortsetzen, schließen immer mehr Länder ihre Reihen und bilden neue, wirtschaftliche Bündnisse. Europa, Brasilien, Indien und China – die Antwort der Welt auf die aggressive US-Handelspolitik könnte die Wirtschaftsordnung der Zukunft bestimmen.

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