Und es hat Boom gemacht
Dieser TKMS-Konkurrent knallt nach den Zahlen auf ein neues Allzeithoch!
Der US-Marinespezialist Huntington Ingalls Industries hat am Donnerstag starke Quartalszahlen vorgelegt. Die Aktie feiert mit einem charttechnischen Ausbruch und neuen Rekordnotierungen.
- Starke Quartalszahlen: Umsatz steigt um 18,5%
- Gewinn über Erwartungen: 3,68 USD pro Aktie erzielt
- Aktie erreicht Allzeithoch, Potenzial für weitere Gewinne
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Börsennotierte Marine-Spezialisten: Eine Rarität!
Börsennotierte Rüstungskonzerne gibt es viele, doch sobald es auf das Wasser geht, wird die Luft schnell dünn: Die meisten Verteidigungsspezialisten bieten entweder Komponenten und Systeme für den Kampf zu Boden oder aber der Luft (beziehungsweise im Weltall) an.
Nach dem Spin-Off der Marinesparte von ThyssenKrupp gibt es mit TKMS hierzulande wenigstens ein Verteidigungsunternehmen mit klarem Fokus auf den Kampf zur See. Daneben gibt es beispielsweise in Italien Fincantieri. Das Aushängeschild der militärischen Marineindustrie in den Vereinigten Staaten ist hingegen Huntington Ingalls Industries – das hat am Donnerstagmittag ein richtig starkes Quartalsergebnis vorgelegt!
Marinetöchter sorgen für starkes Umsatzwachstum
Gegenüber dem Vorjahresquartal kletterten die Erlöse des Fregattenbauers (Zumwalt-Klasse) um 18,5 Prozent auf 3,2 Milliarden US-Dollar. Damit wurden die Erwartungen um 250 Millionen US-Dollar übertroffen. Zum starken Abschneiden trugen vor allem die beiden Marinetöchter Ingalls Shipbuilding und Newport News Shipbuilding mit Leistungssteigerungen von 24,7 beziehungsweise 14,5 Prozent bei.
In seine Pressemitteilung hebt das Unternehmen vor allem die erfolgreichen Tests zur See des Lenkwaffenzerstörers Ted Stevens sowie des nuklear betriebenen U-Bootes Massachusetts der Virgina-Klasse hervor. Mit einer Umsatzsteigerung von "nur" 11,0 Prozent war das Segment Mission Technologies der Underperformer des vergangenen Quartals.
Gewinn übertrifft Erwartungen, deutlich höherer Nettoertrag
Der Gewinn pro Aktie (nach standardisierter Rechnungslegung GAAP) landete mit 3,68 US-Dollar um 32 Cent über den Erwartungen. Verglichen mit dem Vorjahresquartal hat sich Huntington Ingalls Industries hier um 1,12 US-Dollar gesteigert.
Auch beim Nettogewinn konnte der Marinekonzern überzeugen. Der verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreswert von 101 Millionen US-Dollar um rund 45 Prozent auf 145 Millionen US-Dollar. Ohne die signifikant höheren Steuern wäre der Gewinn noch besser ausgefallen.
Jahresprognose angehoben
Angesichts der starken Auftragslage sowie der operativen Exzellenz hat der Konzern seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Sowohl im Shipbuilding- als auch im Mission-Technologies-Bereich werden bis zu 100 Millionen US-Dollar Umsatz mehr erwartet.
Bei Mission Technologies wurde die EBTIDA-Marge außerdem auf einen Schätzwert von 4,5 Prozent festgesetzt (nach zuvor 4,0 bis 4,5 Prozent). Beim freien Cashflow (FCF) werden mit 550 bis 650 Millionen US-Dollar 50 Millionen US-Dollar mehr erwartet als zuvor.
Zahlen begeistern, Aktie schießt auf neues Allzeithoch
Angesichts der starken Zahlen sowie der angehobenen Prognose zeigten sich Anlegerinnen und Anleger sehr erfreut. Sie setzten Segel, lichteten den Anker und sorgten so zeitweise für ein Kursplus im zweistelligen Prozentbereich.
Doch nicht nur das: Huntington Ingalls Industries räumte auch den bei 300 US-Dollar liegenden Widerstand ab und kletterte so auf ein neues Allzeithoch. Die gelten in der technischen Analyse als starke Kaufsignale. Damit ist der Weg frei für eine Ausbruchs- und Anschlussrallye.
Fazit: Da dürften noch ein paar Seemeilen gemacht werden!
Gegenüber dem Mehrjahrestief Anfang Februar haben sich die Anteile inzwischen mehr als verdoppelt. Dabei profitierte die Aktie für ihre Aufholjagd von einer deutlichen Unterbewertung. Inzwischen hat der Schiffbauer mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20,1 für das laufende Geschäftsjahr einen branchenüblichen Wert erreicht.
Mit Abschlägen gegenüber der Vergleichsgruppe beim Kurs-Umsatz-, Kurs-Buch- und Kurs-Cashflow-Verhältnis von 20 bis 40 Prozent dürfte der Titel über weiteres Potenzial verfügen. Vor allem technische orientierte Anlegerinnen und Anleger können den Ausbruch daher kaufen. Angesichts eines Auftragsbestands von fast 56 Milliarden US-Dollar dürfte aber auch mittel- und langfristig noch etwas zu holen sein. Rücksetzer sind hier klare Kaufgelegenheiten!
Übrigens: Hörerinnen und Hörer von "Börse, Baby!", dem Podcast von wallstreetONLINE, sind schon früher über die aussichtsreichen Chancen von Huntington Ingalls Industries informiert gewesen. Hören auch Sie künftig rein – und wissen nicht nur mehr, sondern kassieren auch mehr!
Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

