Gewinnmitnahmen im 3. Quartal
Hat Warren Buffett noch mehr Apple-Aktien aus dem Portfolio geworfen?
Wird Warren Buffett zum Apple-Bären? Neue Hinweise deuten darauf hin, dass die Investmentlegende auch im dritten Quartal 2025 Apple-Aktien verkauft hat – und das offenbar in großem Stil.
- Buffett verkauft weiter Apple-Aktien im großen Stil.
- Konsumgüter-Bereich von Berkshire um 1,2 Mrd. USD gesunken.
- Sorgen um Apples Bewertung und Klumpenrisiko wachsen.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Laut dem aktuellen Quartalsbericht von Berkshire Hathaway ist der Buchwert der Beteiligungen im Bereich Konsumgüter um rund 1,2 Milliarden US-Dollar gesunken. Da dieser Bereich stark von der Apple-Position dominiert wird, liegt die Vermutung nahe: Buffett hat weiter Kasse gemacht.
Die genauen Zahlen zu den Transaktionen wird es erst Mitte des Monats geben, wenn Berkshire seine reguläre 13F-Mitteilung an die US-Börsenaufsicht veröffentlicht. Doch klar ist schon jetzt: Buffett setzt seine Serie als Nettoverkäufer fort. Seit zwölf Quartalen in Folge hat Berkshire mehr Aktien verkauft als gekauft – allein im dritten Quartal wurden über 6 Milliarden US-Dollar an Liquidität aufgebaut. Das haben die Quartalszahlen vom vergangenen Wochenende gezeigt.
Dabei ist Apple nach wie vor der größte Einzelwerte im Depot des Buffett-Imperiums – trotz massiver Verkäufe in den vergangenen Quartalen. Bereits im ersten Halbjahr 2024 hatte Berkshire überraschend rund zwei Drittel seiner Apple-Aktien veräußert, ein ungewöhnlicher Schritt für einen Investor, der eigentlich für seine Langfriststrategie bekannt ist.
Der Kursanstieg von über 24 Prozent im dritten Quartal könnte Buffett eine günstige Gelegenheit zum Profitieren geboten haben. Offiziell hatte der Starinvestor steuerliche Gründe für die Verkäufe genannt. Doch viele Beobachter vermuten hinter den Deals mehr: Sorgen um Apples Bewertung, die hohe Portfolio-Konzentration und taktisches Rebalancing könnten ebenfalls eine Rolle spielen. Zwischenzeitlich machte Apple über die Hälfte von Berkshires Aktienvermögen aus – eine potenzielle Klumpenrisiko-Gefahr.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
