Könnte dramatisch werden

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    Brent Öl setzt gefährliches Hin und Her fort. Ölpreis vor gewaltigen Turbulenzen

    Seit geraumer Zeit dominiert ein Preisband das Handelsgeschehen bei Brent Öl. Der auf den ersten Blick recht ruhige Handel sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Risiken für den Ölpreis unablässig zunehmen.

    Für Sie zusammengefasst
    • OPEC+ erhöht Produktion um 137.000 bpd ab Dezember.
    • US-Ölproduktion erreicht Rekordhoch von 13,651 Mio. bpd.
    • Überangebot bleibt Risiko, Brent-Preise könnten fallen.
    • Report: Die Jahresendrallye rollt an
    Könnte dramatisch werden - Brent Öl setzt gefährliches Hin und Her fort. Ölpreis vor gewaltigen Turbulenzen

    OPEC+ erhöht Ausstoß erwartungsgemäß und verteilt „Beruhigungspillen“

    Das Treffen der führenden OPEC+ Staaten am Wochenende brachte das zu erwartende Ergebnis. Die Produktion soll ab Dezember um weitere 137.000 bpd ausgeweitet werden. Der Schritt wurde wie die vorherigen mit der robusten Nachfrage begründet. Gleichzeitig kündigten die führenden OPEC+ Staaten an, im ersten Quartal 2026 auf weitere Maßnahmen zur Ausdehnung der Fördermenge zu verzichten. D.h., dass im Januar, Februar und März 2026 der Ölhahn nicht weiter aufgedreht wird. Diese Ankündigung kam wiederum einigermaßen überraschend. Begründet wurde der Schritt mit saisonalen Aspekten. In den März-Quartalen ist die Nachfrage oftmals schleppend. Zudem dürfte die Maßnahme eine Art „Beruhigungspille“ für die Marktakteure sein. Die Sorge vor einem drohenden Überangebot am Ölmarkt nahm in den vergangenen Wochen zu und wurde nicht zuletzt immer wieder durch die kontinuierliche Fördermengenausweitung der OPEC+ in den letzten Monaten befeuert.

    Ist damit das Thema „drohendes Überangebot“ vom Tisch? Wohl nicht, denn anderenfalls hätte die Nachricht den Ölpreis massiv anschieben müssen. Doch Brent Öl reagierte recht zurückhaltend. 

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    US-Daten im Fokus – Ölproduktion auf Rekordniveau

    Die EIA (U.S. Energy Information Administration) vermeldete für die Woche zum 31. Oktober einen kräftigen Anstieg der US-Rohöllagerbestände um 5,2 Mio. Barrel auf 421,2 Mio. Barrel. Die US-Ölproduktion erklomm zudem in der Woche zum 31. Oktober abermals ein neues Rekordhoch. Die EIA gab die Ölproduktion mit 13,651 Mio. bpd an, nach 13,644 Mio. bpd in der Woche zum 24. Oktober. 

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    Zusammengefasst – Brent vor gewaltigen Turbulenzen

    Brent Öl handelt auf den ersten Blick unaufgeregt zwischen den Preisbereichen 68,5 US-Dollar / 70 US-Dollar auf der Oberseite und 60 US-Dollar / 58 US-Dollar auf der Unterseite. Das Unvermögen des Ölpreises, Momentum auf der Oberseite zu kreieren und einen Ausbruch über die 70 US-Dollar zu lancieren, sollte unverändert zur Vorsicht mahnen. Wie schnell die Stimmung kippen kann, zeigte sich nicht zuletzt bei Gold und Silber. Und im Gegensatz zu Brent Öl ist die fundamentale Basis bei den Edelmetallen mehr als nur solide. 

    Das Thema Überangebot am Ölmarkt ist nicht vom Tisch und wirkt sich weiterhin belastend auf den Ölpreis aus. Und sollten sich die Anzeichen für ein Überangebot weiter verstärken, könnte es für Brent Öl eng werden. Ein Rücksetzer unter die Zone 60 US-Dollar / 58 US-Dollar könnte einen Preisrutsch auf 50 US-Dollar oder gar auf 45 US-Dollar provozieren. Ein Vorstoß über die 70 US-Dollar würde die Lage hingegen deutlich aufhellen. 

    Die Kursentwicklungen der großen Produzenten, wie BP, Shell, Exxon Mobil oder Chevron, liefern keine Anhaltspunkte, wohin die Reise für Brent Öl oder auch WTI Öl gehen könnte.  

    Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte

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    Verfasst vonRedakteurMarcel Torney
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