Aktie volatil
D-Wave überrascht mit 100%-Umsatzsprung!
Nach Zitterbewegungen an der Börse folgt die Erleichterung: D-Wave hat explosive Wachstumszahlen gemeldet und hält trotz Marktflattern Kurs.
- D-Wave meldet Umsatzplus von fast 100 Prozent.
- Aktie fiel trotz guter Zahlen um 3,5 Prozent.
- Partnerschaften mit Italien und Swiss Quantum geschlossen.
- Report: Renditeturbo 2026 –
D-Wave Quantum hat im dritten Quartal besser abgeschnitten als erwartet und damit seine Position als einer der führenden Entwickler im Quantencomputing-Markt untermauert. Der Umsatz stieg um fast 100 Prozent auf 3,7 Millionen US-Dollar und lag damit deutlich über der Prognose von 3,03 Millionen US-Dollar. Der bereinigte Verlust verringerte sich auf 5 Cent je Aktie nach 12 Cent im Vorjahr. CEO Alan Baratz zeigte sich zufrieden: "Unsere starken Ergebnisse im dritten Quartal spiegeln die Dynamik wider, die wir in allen Bereichen unseres Geschäfts beobachten."
Trotz der soliden Zahlen verlor die Aktie in einer ersten Reaktion zunächst rund 3,5 Prozent und notierte bei etwa 30 US-Dollar. Zuvor war sie im Jahr 2025 bereits um rund 270 Prozent gestiegen, hatte ihr Jahreshoch von 46,75 US-Dollar Mitte Oktober aber wieder abgegeben – ein typisches Muster in dem hochspekulativen Quantencomputing-Sektor.
Das Unternehmen meldete zum Quartalsende Aufträge im Wert von 2,4 Millionen US-Dollar und erklärte, dass dieser Wert seitdem um weitere 12 Millionen US-Dollar gestiegen sei. Ein wesentlicher Teil davon stammt aus einer Vereinbarung mit der Swiss Quantum Technology über den Einsatz eines D-Wave-Systems. Zusätzlich unterzeichnete D-Wave mit der italienischen Regierung eine Partnerschaft über 10 Millionen Euro für die Hälfte der Kapazität eines Advantage2-Quantencomputers. Das System soll im vierten Quartal 2025 in einer Forschungseinrichtung in der Lombardei installiert werden.
Neben dem Regierungsdeal in Italien arbeitet D-Wave an einem Projekt mit Davidson Technologies in Alabama. Davidson hat eine Kaufoption für ein weiteres Quantensystem. Bereits im Frühjahr hatte D-Wave einen Großauftrag aus Deutschland erhalten: Das Jülich Supercomputing Centre hatte ein System für seine Forschung gekauft.
Die Quartalsergebnisse fielen in eine Phase erhöhter Marktvolatilität, da Anleger die Rentabilität der gesamten Branche hinterfragten. Gerüchte über mögliche US-Investitionen in Quantenfirmen – darunter D-Wave – hatten den Kurs zeitweise beflügelt, wurden jedoch später dementiert. Baratz hatte die Regierung zuvor kritisiert, weil sie sich zu stark auf sogenannte gate-basierte Modelle konzentriere und Firmen wie D-Wave, die auf "Quantum Annealing" setzen, außen vor lasse.
D-Wave, 1999 in Kanada gegründet, gilt als Pionier dieser Technologieform. Sie nutzt supraleitende Qubits, um komplexe Rechenprobleme zu lösen, die klassische Computer überfordern. Trotz kurzfristiger Kursschwankungen zeigen die jüngsten Zahlen, dass das Unternehmen operativ Fortschritte macht – und in einer Branche, die noch am Anfang steht, zunehmend ernst genommen wird.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion
Die D-Wave Quantum Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +2,52 % und einem Kurs von 27,68USD auf Tradegate (06. November 2025, 14:27 Uhr) gehandelt.

