Auf dem Weg zum Profit
Trotz Börsenabsturz: Dieses Robotaxi-Unternehmen setzt auf Gewinnfahrt bis 2029!
Nach dem schwachen Börsendebüt in Hongkong zeigt sich Pony-AI-Gründer James Peng unbeeindruckt. Der Robotaxi-Pionier will bis 2029 die Gewinnzone erreichen.
- Pony AI bleibt trotz Börsenstart gelassen und optimistisch.
- Ziel: 2029 profitabel mit 50.000 Robotaxis.
- Fokus auf China, Expansion in Asien und weltweit geplant.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Ein schwacher Start an der Börse schreckt Pony AI nicht ab. Die Aktien des chinesischen Robotaxi-Unternehmens fielen bei ihrem Handelsstart (124 Hong Kong Dollar) am Donnerstag in Hongkong um 13 Prozent. Doch Gründer und CEO James Peng gibt sich gelassen: "Ich persönlich kümmere mich überhaupt nicht um kurzfristige Kursschwankungen", sagte er dem Wall Street Journal. Am Ende des Handelstages konnte sich die Aktie wieder erholen und schloss bei 126,1 Hongkong-Dollar (14,07 Euro).
Auch Konkurrent WeRide verlor zum Auftakt rund 14 Prozent, konnte sich aber ebenfalls wieder erholen. Die anfänglichen Kursverluste spiegeln die Skepsis vieler Investoren gegenüber der Rentabilität von Robotaxi-Firmen wider.
Profitabilität bis 2029 in Sicht
Trotz dieser Zweifel bleibt Peng überzeugt, dass Pony AI in den kommenden Jahren in die Gewinnzone fahren wird. Bis 2028 oder 2029 soll das Unternehmen profitabel sein – dann mit einer Flotte von rund 50.000 autonomen Fahrzeugen. Aktuell verfügt Pony AI über 726 Robotaxis, nach 270 im Vorjahr. Noch vor Jahresende will das Unternehmen die Marke von 1.000 erreichen.
Ein Hauptgrund für die bisherigen Verluste sind die hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Diese haben sich 2024 fast verdoppelt. Peng, der an der Stanford University promoviert hat, rechnet jedoch mit einer deutlichen Verlangsamung des Kostenanstiegs auf etwa 15 bis 20 Prozent in den kommenden Jahren.
Hongkong-Börsengang als Asienstrategie
Der Börsengang in Hongkong ist Teil von Pony AIs Expansionsplan. Das Unternehmen war bereits 2024 an die Nasdaq gegangen und hat dort seit Jahresbeginn 13 Prozent Kursplus erzielt. Mit der zusätzlichen Notierung in Asien will das Unternehmen mehr Kapital für die Kommerzialisierung seiner Robotaxis einwerben und seine Markenbekanntheit in der Region stärken. "Nur in den USA gelistet zu sein, hilft uns wenig, wenn wir Investoren in Asien gewinnen wollen", erklärte Peng.
Fokus auf China – Expansion bleibt Ziel
Pony AI setzt bei seiner Wachstumsstrategie auf vier Kernmärkte: Peking, Shanghai, Guangzhou und Shenzhen. Dort will das Unternehmen die Zahl seiner Fahrzeuge massiv erhöhen, um Skaleneffekte zu erzielen. "Unsere nächste große Aufgabe ist einfach, zu skalieren", so Peng.
Zwar expandiert Pony AI auch in Südostasien, den Nahen Osten und Europa, doch der Fokus liegt weiter auf China. Dort seien die Chancen auf Profitabilität am größten.
Chancen und Risiken auf dem Weg
Die chinesische Regierung unterstützt die Branche mit neuen Testzonen und Lockerungen, doch Sicherheitsbedenken bleiben. Robotaxis dürfen derzeit nur in bestimmten Randgebieten fahren. Unfälle könnten den Ausbau bremsen.
Trotzdem zeigt sich Peng unerschütterlich: Kleine "Unebenheiten" auf dem Weg seien normal – entscheidend sei, keine unvorhersehbaren Hürden zu treffen, die das Wachstum verlangsamten.
Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion
Die Pony AI Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -2,11 % und einem Kurs von 13,90EUR auf Tradegate (06. November 2025, 13:00 Uhr) gehandelt.
