Quantencomputing
Google-Forscher: Wird Bitcoin bald durch Quantengeld ersetzt?
Forscher von Google Quantum AI skizzieren derzeit das Potenzial einer neuen Idee: Quanten-Geld.
- Quanten-Geld ermöglicht fälschungssichere Token.
- No-Cloning-Theorem schützt Privatsphäre der Nutzer.
- Fehlertolerante Quantencomputer nötig für Umsetzung.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Laut einem aktuellen Forschungsbericht könnten Quantencomputer künftig digitale Token ermöglichen, die sich nicht kopieren lassen – und gleichzeitig die Privatsphäre der Nutzer schützen.
Das Konzept knüpft an eine bereits vor rund 50 Jahren formulierte Idee an: eine Währung, die nicht durch Code, sondern durch die Gesetze der Physik abgesichert ist.
Der Bericht mit dem Titel "Anonymous Quantum Tokens with Classical Verification" (Anonyme Quanten-Token mit klassischer Verifikation) nutzt das sogenannte No-Cloning-Theorem der Quantenmechanik. Damit sollen fälschungssichere, einmalig verwendbare Token entstehen – mit ähnlichen Eigenschaften wie Bitcoin oder andere Krypto-Assets, jedoch ohne Blockchain-Technologie.
Das No-Cloning-Theorem besagt im Kern, dass es unmöglich ist, einen unbekannten quantenmechanischen Zustand exakt zu kopieren.
Die Token würden aus identischen reinen Quantenzuständen bestehen, die von einer Zentralbank anhand einer geheimen, zufällig erzeugten Zeichenfolge vorbereitet werden. Durch das No-Cloning-Theorem wäre es für Angreifer unmöglich, diese Zustände zu duplizieren.
Nutzer könnten die Token einmalig einlösen, indem sie sie in einer standardisierten Quantenbasis messen. Dabei entstünde ein einzigartiges klassisches Ergebnis, das die Bank zur Verifikation nutzt.
Die Sicherheit des Systems würde somit allein durch die Quantenmechanik gewährleistet – ohne ein rechenintensives Netzwerk für Validierung und Transaktionen, wie es etwa bei Blockchains nötig ist.
Allerdings setzt das Verfahren fehlertolerante Quantencomputer voraus – eine Technologie, die Unternehmen wie IBM und Quantinuum erst für die Jahre 2029 bis 2030 in Aussicht stellen. Damit liegt die praktische Umsetzung von Quanten-Token noch einige Jahre in der Zukunft.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

