Zahlen über den Erwartungen

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    Tech-Perle Trade Desk: Zum Glück nicht noch ein Crash!

    Der Spezialist für Werbetechnologie The Trade Desk hat am Donnerstagabend zufriedenstellende Zahlen vorgelegt, doch die sorgten erstmal für Volatilität.

    Für Sie zusammengefasst
    • The Trade Desk übertrifft Umsatz- und Gewinnprognosen.
    • Volatile Nachbörse: Aktie schwankt stark, bleibt unter Druck.
    • Günstige Bewertung: Einstiegschance für antizyklische Anleger.
    • Report: Die Jahresendrallye rollt an
    Zahlen über den Erwartungen - Tech-Perle Trade Desk: Zum Glück nicht noch ein Crash!

    The Trade Desk: Große Verunsicherung nach dem letzten Crash

    Nur einen Tag nach den Zahlen von AppLovin und wenige Stunden nach der aufsehenerregenden Kooperation zwischen Stagwell und Palantir hat mit The Trade Desk ein weiteres Unternehmen für Werbetechnologie (Ad-Tech) Einblick in seine Bücher gegeben.

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    Die Nervosität war angesichts der Prognosesenkung und des anschließenden Crashs der Anteile um 30 Prozent in der vergangenen Berichtssaison spürbar. Am Optionsmarkt wurde vorab eine Kursbewegung von bis zu 18,2 Prozent eingepreist. Tatsächlich handelte die Aktie in der Nachbörse äußerst volatil – allerdings mit dem besseren Ende für die Bullen.

    Umsatz und Gewinn schlagen die Prognosen

    Gegenüber dem Vorjahresquartal kletterten die Erlöse um 17,7 Prozent auf 739,0 Millionen US-Dollar. Damit konnten die Erwartungen um 19,7 Millionen US-Dollar übertroffen werden. CEO Jeff Green führte das fortgesetzte Wachstum vor allem auf neue Features und Produktinnovationen auf der KI-gestützten Plattform zur Distribution von Werbeanzeigen Kokai zurück.

    Auch beim bereinigten Gewinn pro Aktie (Non-GAAP) konnte Trade Desk überzeugen. Dieser fiel mit 0,45 US-Dollar um einen Cent besser aus als prognostiziert. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen einen Ertrag in Höhe von 0,41 US-Dollar je Anteil erwirtschaftet.

    Insgesamt erzielte der Konzern einen auf die Anteilseigner entfallenden Nettogewinn in Höhe von 221 Millionen US-Dollar – ein Plus von 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Ohne Bereinigungen (wie Aktienvergütungen) wurde ein Nettoertrag in Höhe von 116 Millionen US-Dollar erwirtschaftet.

    Prognose über den Erwartungen, neue Aktienrückkäufe geplant

    Für das kommende Quartal stellte das Unternehmen Erlöse in Höhe von 840 Millionen US-Dollar in Aussicht gegenüber dem Bloomberg-Konsens von 830,9 Millionen US-Dollar. Gelingt diese Leistungssteigerung wäre das ein Plus von 13,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal – was allerdings eine weitere Abflachung der Wachstumskurve bedeuten würde.

    Der bereinigte EBITDA-Ertrag soll sich auf 375 Millionen US-Dollar belaufen, ein Wert deutlich über den Schätzungen von 275,7 Millionen US-Dollar. Außerdem kündigte The Trade Desk an, eigene Anteile im Wert von 500 Millionen US-Dollar zurückzukaufen, nachdem die Mittel aus dem vorherigen Buyback-Programm ausgelaufen waren.

    The Trade Desk Registered (A)

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    ISIN:US88339J1051WKN:A2ARCV

    Extreme Volatilität in der Nachbörse: Nerven wie Stahlseile gefordert

    In der US-Nachbörse brauchten Anlegerinnen und Anleger starke Nerven, denn die Volatilität war extrem. In einer ersten Reaktion schoss die Aktie um 13 Prozent in die Höhe, nur um anschließend zweistellig auf rund 40 US-Dollar und damit ein neues Mehrjahrestief abzurutschen.

    Doch der erweiterte Handel endete mit einem Happy End. Nach knapp 7,5 Millionen umgesetzten Stücken gelang ein Plus von 1,8 Prozent, wenngleich dieses nicht genug war, die Verluste von 3,8 Prozent im regulären Handel auszugleichen. Mit einem Minus von rund 61 Prozent seit dem Jahresauftakt bleibt die Bilanz der Aktie im Vergleich zum Gesamtmarkt und erst recht im Vergleich zu Mitbewerbern wie AppLovin katastrophal.

    Fazit: Da ist die Chance zum (vorsichtigen) Einstieg

    Mit Blick auf die Unternehmensbewertung ist der Crash der Aktie in diesem Jahr allerdings ein Segen. The Trade Desk ist so günstig wie seit vielen Jahren nicht mehr. Für das laufende Geschäftsjahr steht ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 25,8 zu Buche, für 2026 rechnen Analystinnen und Analysten mit 21,8. Beide Werte liegen meilenweit unter dem 5-Jahres-Mittel von 73,6. Bei den anderen Bewertungskennziffern zeigen sich Abschläge in ähnlicher Größenordnung.

    Mit einem Kurs-Gewinnwachstums-Verhältnis von 1,36 nähert sich The Trade Desk außerdem einem Wert, der als günstig gilt. Antizyklisch agierende Anlegerinnen und Anleger könnten daher mit dem Aufbau von Positionen zu beginnen: Zwar lässt das einst sehr starke Wachstum nach, aber das Unternehmen wächst immer noch hochprofitabel und hat mit die stärksten Margen der Branche vorzuweisen. Auch die Aktienrückkäufe dürften eine Bodenbildung unterstützten.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion


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    Die Jahresendrallye rollt an
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    Verfasst vonRedakteurMax Gross
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