Erwartungen übertroffen
IREN glänzt im Quartal – Bitcoin-Mining und Microsoft-Deal treiben die Aktie
IREN überzeugt mit kräftigem Umsatzwachstum und starkem Bitcoin-Mining-Ergebnis im Quartal und übertrifft damit die Markterwartungen. Die Aktie legt deutlich zu.
- IREN übertrifft Umsatzprognosen mit 240,3 Mio. USD.
- Bitcoin-Mining und KI-Cloud treiben starkes Wachstum.
- Mega-Deal mit Microsoft sichert 9,7 Mrd. USD Vertrag.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Der australische Bitcoin-Miner und Rechenzentrumsbetreiber IREN hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 ein starkes Wachstum gemeldet und die Markterwartungen deutlich übertroffen. Dank florierendem Bitcoin-Mining und einer rasch wachsenden KI-Cloud-Sparte konnte das Unternehmen seinen Umsatz deutlich steigern. Die Aktie schoss im nachbörslichen Handel um 5,9 Prozent in die Höhe.
Umsatzsprung über Markterwartung
IREN erwirtschaftete im Quartal, das am 30. September 2025 endete, Erlöse von 240,3 Millionen US-Dollar, verglichen mit Analystenschätzungen von 228,5 Millionen US-Dollar. Damit legte der Umsatz gegenüber dem Vorquartal (187,3 Millionen US-Dollar) kräftig zu.
Der größte Wachstumstreiber blieb das Bitcoin-Geschäft mit einem Bitcoin-Mining-Umsatz von 232,9 Millionen US-Dollar (Q4: 180,3 Millionen US-Dollar) und die KI-Cloud-Services mit 7,3 Millionen US-Dollar Umsatz (Q4: 3 Millionen).
Das operative Ergebnis (bereinigtes EBITDA) lag mit 91,7 Millionen US-Dollar unter dem Rekordwert des Vorquartals (121,9 Millionen), blieb jedoch im Vergleich zum Vorjahr beeindruckend: Im gleichen Zeitraum 2024 hatte IREN lediglich 2,5 Millionen US-Dollar erzielt.
IREN schließt Milliardenvertrag mit Microsoft
Ein entscheidender Impuls für die Aktie kam von einem Mega-Deal mit Microsoft. Anfang der Woche verkündete IREN eine Cloud-Service-Vereinbarung im Wert von 9,7 Milliarden US-Dollar über fünf Jahre.
Im Rahmen der Partnerschaft wird IREN Microsoft Zugang zu Nvidias neuen GB300-GPUs verschaffen – ein zentraler Bestandteil der wachsenden Nachfrage nach Hochleistungsrechenkapazitäten für Künstliche Intelligenz. Das Abkommen umfasst eine 20-prozentige Vorauszahlung und soll ab 2026 umgesetzt werden.
Co-CEO Daniel Roberts erklärte: "Wir haben im Quartal mehrere neue langfristige Verträge abgeschlossen, darunter eine richtungsweisende Partnerschaft mit Microsoft. Sie festigt unsere Position als führender Anbieter von KI-Cloud-Diensten und erweitert unseren Zugang zu neuen Hyperscale-Kunden."
Bernstein hebt Kursziel deutlich an
Die Investmentbank Bernstein reagierte prompt auf die Neuigkeiten. Die Analysten hoben ihr Kursziel für IREN-Aktien auf 125 US-Dollar an und bestätigten ihr "Outperform"-Rating.
In einer Notiz an Investoren schrieb Bernstein, das Microsoft-Abkommen zeige, wie Krypto-Miner zunehmend von der Explosion der KI-Nachfrage profitieren können. IREN besitze durch seine eigene Energieversorgung einen strategischen Wettbewerbsvorteil in einer stromlimitierten Welt.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

