Peking tastet sich vor

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    Handelsdeal wackelt: Warum Chinas Zugeständnisse bei Seltenen Erden enttäuschen!

    China arbeitet an neuen Exportlizenzen für Seltene Erden. Doch von einem echten Kurswechsel kann keine Rede sein – Washingtons Erwartungen bleiben unerfüllt.

    Für Sie zusammengefasst
    • China plant neue Exportlizenzen für Seltene Erden.
    • Keine vollständige Aufhebung der bestehenden Beschränkungen.
    • Genehmigungen gelten ein Jahr, strenge Auflagen bleiben.
    • Report: Renditeturbo 2026 –
    Peking tastet sich vor - Handelsdeal wackelt: Warum Chinas Zugeständnisse bei Seltenen Erden enttäuschen!

    China entwickelt derzeit ein neues Lizenzsystem für den Export von Seltenen Erden. Nach Angaben mehrerer Brancheninsider soll das Verfahren den Handel beschleunigen, aber keine vollständige Aufhebung der bestehenden Beschränkungen bedeuten. Das Handelsministerium habe einigen Exporteuren signalisiert, dass sie künftig vereinfachte Genehmigungen beantragen könnten, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Quellen gegenüber Reuters.

    Machtinstrument im Handelskonflikt

    Mit einem Anteil von mehr als 90 Prozent an der weltweiten Produktion bleibt China der dominierende Akteur im Markt für Seltene Erden – Metalle, die in Hightech-Produkten von Elektroautos bis zu Raketensystemen unverzichtbar sind. Die Exportregeln gelten seit Monaten als schärfstes Druckmittel Pekings im wirtschaftlichen Machtkampf mit den USA.

    Nach dem jüngsten Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping kündigte China zwar an, die im Oktober verschärften Regeln für ein Jahr auszusetzen. Doch von einer umfassenden Lockerung ist keine Rede. Das Handelsministerium in Peking äußerte sich bislang nicht zu den strengeren Kontrollen, die bereits im April eingeführt wurden und weltweit Lieferketten ins Wanken brachten.

    Das Weiße Haus spricht von "faktischem Ende" – doch Zweifel bleiben

    Das Weiße Haus erklärte am letzten Wochenende, China habe der Einführung allgemeiner Lizenzen zugestimmt und sprach von einem "faktischen Ende" der Exportkontrollen. Hinter den Kulissen jedoch arbeiten chinesische Behörden erst an den Details. Drei mit den Gesprächen vertraute Quellen berichten Reuters, die Umsetzung könne sich noch Monate hinziehen.

    Andere Brancheninsider betonten jedoch, dass die neuen Lizenzen keineswegs das Ende der im April eingeführten umfassenden Exportbeschränkungen für Seltene Erden bedeuten.

    Gültigkeit ein Jahr, aber strenge Auflagen

    Die geplanten Genehmigungen sollen laut Insidern für ein Jahr gültig sein und größere Exportmengen ermöglichen. Firmen müssen künftig mehr Kundendaten vorlegen. Besonders für Abnehmer mit Verbindungen zur Rüstungsindustrie könnte die Genehmigung schwer zu bekommen sein. Einige chinesische Produzenten berichteten zudem, sie hätten bisher keine offiziellen Informationen erhalten.

    Seit April müssen Exporteure jede Lieferung einzeln genehmigen lassen – ein bürokratischer Prozess, der zu Engpässen führte und Teile der Autoindustrie im Mai zeitweise zum Stillstand brachte. Von den rund 2.000 Anträgen europäischer Firmen seien bislang etwas mehr als die Hälfte bewilligt worden, heißt es aus Branchenkreisen.

    China könnte mit dem neuen System also versuchen, den Druck zu mindern, ohne sein stärkstes strategisches Druckmittel ganz aus der Hand zu geben.

    Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion

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    Verfasst vonRedakteurSaskia Reh
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