Rheinmetall baut bald auch Weltraumsatelliten
- Rheinmetall gründet Joint Venture mit Iceye.
- Fokus auf SAR-Satelliten für militärische Aufklärung.
- Produktion startet 2024 in Neuss, 60% Anteile Rheinmetall.
NEUSS (dpa-AFX) - Der Panzer- und Artillerie-Fabrikant Rheinmetall erweitert sein Portfolio um Weltraum-Satelliten. Die Waffenschmiede teilte in Düsseldorf mit, dass hierfür ein Gemeinschaftsunternehmen mit der finnischen Satellitenfirma Iceye gegründet worden sei.
Das Joint Venture namens Rheinmetall Iceye Space Solutions hat seinen Sitz in Neuss, wo ein Autozulieferer-Werk von Rheinmetall schrittweise auf Rüstungsproduktion umgestellt wird. Rheinmetall hält 60 Prozent der Anteile, die Finnen 40 Prozent. Der operative Geschäftsbetrieb soll noch vor Jahresende starten und der erste Satellit im kommenden Jahr in Neuss gefertigt werden.
Es geht um sogenannte SAR-Satelliten, die dem Militär sehr präzise Aufklärungsbilder liefern. Die Technik kommt von Iceye, die mit 700 Beschäftigten ein eher kleines Unternehmen ist - Rheinmetall hat weltweit rund 40.000. Iceye baut zwar schon selbst Satelliten, die unter anderem in der Ukraine im Einsatz sind. Indem nun aber Rheinmetall an Bord geholt wird, sollen diese schnell in größerer Stückzahl produziert werden. Außerdem soll Rheinmetalls Vertriebsnetzwerk dabei helfen, mehr zu verkaufen als bislang./wdw/DP/jha
Zusätzliche Unternehmensinformationen zur Rheinmetall Aktie
Die Rheinmetall Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,03 % und einem Kurs von 1.713 auf Tradegate (07. November 2025, 10:44 Uhr) gehandelt.
Auf 7 Tage gesehen hat sich der Kurs der Rheinmetall Aktie um +1,74 % verändert. Der Verlust auf 30 Tage beträgt -10,38 %.
Die Marktkapitalisierung von Rheinmetall bezifferte sich zuletzt auf 70,36 Mrd..
