Quartalszahlen
KKR und Brookfield: So haben die Private-Equity-Giganten abgeschlossen
Zeit für Private Equity seine Geschäftsbücher zu öffnen: Am Freitag waren KKR und Brookfield an der Reihe. Dabei gibt es auch neue Rekorde.
- KKR übertrifft Gewinnprognosen mit 1,27 Mrd. USD.
- KKR zielt auf 1 Billion USD verwaltete Vermögen bis 2030.
- Brookfield erreicht Rekordgewinne durch Kapitalbeschaffung.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
KKR meldet am Freitag einen Anstieg des Gewinns im dritten Quartal, der die Erwartungen der Wall Street übertraf, unterstützt durch starkes Fundraising, insbesondere in der Versicherungs- und Kreditabteilung.
Der bereinigte Nettogewinn von 1,27 Milliarden US-Dollar, beziehungsweise 1,41 US-Dollar je Aktie, übertraf die durchschnittlich von Analysten erwarteten 1,17 Milliarden US-Dollar, beziehungsweise 1,30 US-Dollar je Aktie.
Die Aktien des Unternehmens stiegen vorbörslich um 6 Prozent. Die Aktie liegt in diesem Jahr jedoch um rund 19 Prozent im Minus.
Die KKR-Co-CEOs Scott Nuttall und Joe Bae haben sich zum Ziel gesetzt, die verwalteten Vermögenswerte bis 2030 auf 1 Billion US-Dollar zu steigern.
Zusammen mit Wettbewerbern wie Blackstone, dessen Vermögenswerte die 1-Billionen-Dollar-Marke überschritten haben, und Apollo, das diese Marke bis 2026 erreichen will, hat KKR neue Geschäftsfelder erschlossen, um über die traditionelle Private-Equity-Strategie des Kaufens und Verkaufens von Unternehmen hinaus zu wachsen.
Analysten beobachten insbesondere die Altersvorsorgebereiche bei KKR und Apollo auf mögliche Belastungen der Gewinne aus dem Verkauf von Rentenversicherungen, die als Einmalzahlungen verkauft werden und regelmäßige Auszahlungen garantieren.
Brookfield Asset Management gab bekannt, dass der Gewinn im dritten Quartal dank rekordhoher Kapitalbeschaffung und -verwendung einen "Allzeithöchststand" erreicht habe.
Der ausschüttungsfähige Gewinn stieg um rund 7 Prozent auf 661 Millionen US-Dollar beziehungsweise 41 Cent je Aktie und entsprach damit der durchschnittlichen Analystenschätzung. Das gebührenpflichtige Kapital des Unternehmens erhöhte sich im Dreimonatszeitraum um 8 Prozent auf 581 Milliarden US-Dollar.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

