Aktienindizes vor Kernschmelze
Glänzende Perspektiven für Silber. Steht der Silberpreis vor gewaltiger Rallye?
Bahnt sich an den Aktienmärkten eine massive Korrektur an? Die Warnzeichen mehren sich. Die Flucht in sichere Häfen und damit in Silber könnte somit schneller einsetzen, als den meisten lieb sein dürfte.
- Aktienmärkte zeigen Korrekturzeichen, Vorsicht geboten.
- Silberpreis stabilisiert sich, Potenzial für Rallye.
- US-Dollar schwach, Gold-Silber-Ratio spricht für Silber.
- Report: Renditeturbo 2026 –
Dax, Dow & Co. vor heftigen Turbulenzen
In den Aktienindizes mehren sich die Anzeichen für eine Top-Bildung. Der Dax schwächelt schon länger. Zudem kippten in den letzten Tagen S&P 500 und der Nasdaq 100. Vor allem die Schwäche des Technologiesektors mahnt dabei zur Vorsicht. Die nächsten Tage werden womöglich richtungsweisend. Saisonal bedingt rechnet noch eine Vielzahl der Marktakteure mit einer Jahresendrallye. Doch diese ist keineswegs in Stein gemeißelt. Sollten die Belastungsfaktoren für die Aktienmärkte nicht bald an Einfluss verlieren, könnte die Risikoaversion unter Anlegern und Investoren wieder zunehmen und sichere Häfen, wie Gold und Silber so an Attraktivität gewinnen.
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Silber „überraschend“ stark
Der Silberpreis befindet sich nach wie vor in der Konsolidierung. Und diese verläuft überaus vielversprechend. Ähnlich wie Gold, das noch nicht von seinem Weg in Richtung 5.000 US-Dollar abgekommen ist, präsentierte sich Silber in den letzten Tagen überraschend stark. Zwar notiert der Silberpreis weiterhin unterhalb von 50 US-Dollar, doch das Ausbleiben weiterer Schockwellen nährt die Hoffnung auf einen tragfähigen Boden für den Silberpreis im Bereich von 47 US-Dollar / 46 US-Dollar. Und dieser könnte wiederum die Basis für den nächsten Preisschub in Richtung 53,5 US-Dollar und darüber hinaus bilden.
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US-Dollar, Anleiherenditen und Gold-Silber-Ratio sprechen für Silber
Von einer neuen Phase der Stärke und Dominanz ist der US-Dollar weit entfernt. Immer wieder wurde zuletzt ein vermeintlich wieder erstarkter Greenback als Grund für den Rücksetzer bei Gold und Silber angeführt, doch selbst bei genauer Suche lässt sich diese neue Stärke nicht ausmachen. Der wichtige US-Dollar-Index bewegt sich noch immer unterhalb von 100 Punkten. Bereits seit Mai dieses Jahres oszilliert der US-Dollar-Index in einer Spanne von 100 Punkten bis 96,5 Punkten. Die Unfähigkeit des US-Dollar-Index, nachhaltig über die 100er Marke zu springen, ist vielmehr ein massives Warnsignal. Womöglich ist die Seitwärtsbewegung der letzten Wochen und Monate nur eine Verschnaufpause, ehe die Rutschpartie für den US-Dollar-Index weitergeht. Ein Blick in die Vergangenheit mahnt zur Vorsicht.
Auch die Entwicklung der Renditen der für die Betrachtung wichtigen 10-jährigen US-Staatsanleihen sendet noch keine Warnzeichen. Zwar lösten sich die Renditen zuletzt von der 4-Prozent-Marke, doch mit aktuell 4,1 Prozent notieren sie noch immer auf einem sehr moderaten Niveau.
Der Goldpreis ging mit knapp 4.000 US-Dollar ins Wochenende, der Silberpreis mit 48,5 US-Dollar. Die Ratio beträgt somit etwas mehr als 82. Im Vergleich zum Zeitpunkt der letzten Silber-Kommentierung an dieser Stelle kam es daher zu keinen nennenswerten Veränderungen. Das heißt aber auch, dass Silber im Vergleich zu Gold noch immer erhebliches Nachholpotenzial aufweist. So liegt der langfristig relevante Wert für die Gold-Silber-Ratio bei 60.
Zusammengefasst - Steht der Silberpreis vor gewaltiger Rallye?
Über den Aktienmärkten braut sich etwas zusammen. Vor allem die hochbewerten Tech-Aktien verlangen nach einer Korrektur. Die jüngsten Kursrücksetzer bei Nvidia, Palantir und anderen könnte nur der Anfang sein. Die Aktien der großen Gold- und Silberproduzenten scheinen hingegen ihren Boden nach dem vorherigen Kursrutsch gefunden zu haben. Barrick, Newmont, Agnico Eagle Mines oder aber Pan American Silver, Hecla Mining und Fresnillo stellen so unverändert eine exzellente Alternative zu den hoch bewerten Tech-Aktien dar.
In Bezug auf den Silberpreis wäre es aus charttechnischer Sicht ideal, wenn der Korrekturboden bereits im Bereich von 46 US-Dollar gefunden wurde. Rücksetzer unter die 46 US-Dollar wären somit ein Warnsignal und könnten weitere Abgaben auf 43 US-Dollar / 40 US-Dollar provozieren. Vorstöße des Silberpreises in Richtung 53,5 US-Dollar sind jederzeit möglich. Sollte es für das Edelmetall über die 53,5 US-Dollar gehen, wäre der Weg auf der Oberseite frei und die beeindruckende Rallye würde ihre Fortsetzung finden.
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte
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