Gold vor Jahresendrallye
Anleger flüchten wieder in Gold. Explodiert nun der Goldpreis auf 5.000 USD?
Der Goldpreis beendete die Handelswoche mit knapp 4.000 US-Dollar. Das ist auf den ersten Blick wenig spektakulär und dennoch lohnt ein zweiter Blick. Und dieser nährt die Hoffnung auf eine Jahresendrallye bei Gold.
- Goldpreis bei 4.000 USD, Chancen auf Rallye steigen.
- Gold-ETFs stabilisieren sich, Rückkehr der Investoren?
- Aktienmärkte schwächeln, Gold und Silber als sichere Häfen.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Chancen auf Jahresendrallye steigen
Gold konsolidiert noch. Es drohen unverändert weitere Abgaben auf der Unterseite. Gleichzeitig steigen aber die Chancen auf eine Jahresendrallye bei Gold. Das wirkt zunächst widersprüchlich, aber…
Trotz heftiger Turbulenzen gelingt es dem Goldpreis bislang, das bullische Szenario aufrechtzuerhalten. Vor dem Hintergrund der anhaltenden geopolitischen und handelspolitischen Spannungen blieb der Glanz von Gold erhalten. Zudem lockte die Schwäche des Goldpreises wieder Käufer an. Das nahm dem Preisverfall die Dynamik. Kurzum. Die Bodenbildung schreitet vielversprechend voran. Das gilt im Übrigen auch für Silber, das ebenfalls dabei ist, das Ende der Korrektur einzuläuten.
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Kehren die Gold-ETF-Investoren bereits wieder zurück?
Noch in der letzten Gold-Kommentierung an dieser Stelle wurden die rückläufigen Bestände des SPDR Gold Shares thematisiert. Der SPDR Gold Shares ist der weltgrößte, physisch besicherte Gold-ETF. Die Veränderungen des Bestands dienen als rudimentärer Indikator, um die Befindlichkeiten im Goldsektor zu erfassen. Der Rücksetzer des Goldpreises wurde zunächst von einem Kapitalabfluss begleitet. Mit anderen Worten: Die Bestände sanken. Zuletzt stabilisierten sich die Bestände jedoch bzw. legten bereits wieder zu. Noch ist diese Trendumkehr zurückhaltend zu bewerten. Die Entwicklung in den nächsten Handelstagen ist daher von großer Bedeutung. Manifestiert sich die Rückkehr der Gold-ETF-Investoren, könnte das dem Goldpreis enormen Auftrieb geben.
Der physisch hinterlegte Goldfonds in Liechtenstein. Täglich handelbar. Auf Anfrage Auslieferung Ihrer Anteile in physischem Gold am Standort Schweiz oder Liechtenstein möglich.
Aktienmärkte als Zünglein an der Waage
Die Aktienindizes sind noch von der Hoffnung auf eine Jahresendrallye beseelt. Dabei mehren sich die Warnsignale. Der Dax wankt. An den US-Börsen greift die Schwäche der Tech-Werte um sich. So mehren sich nicht zuletzt bei S&P 500 und Nasdaq 100 die Anzeichen für eine obere Trendwende. Das Hoffen auf eine Jahresendrallye an den Aktienmärkten könnte sich in Anbetracht der zahlreichen Belastungsfaktoren und rückläufiger Notierungen schnell zu einer Angst vor einer Korrektur in den letzten Wochen des Jahres wandeln. Sichere Häfen wie Gold und Silber wären dann gefragte Alternativen. Vor allem bei Silber könnte es in einem solchen Fall ob der Marktenge zu kräftigen Preisanstiegen kommen.
Zusammengefasst - Explodiert nun der Goldpreis auf 5.000 USD?
Die Chancen, dass Gold die 5.000 US-Dollar noch in diesem Jahr sehen wird, sind eher gering. Das Edelmetall könnte aber noch in 2025 die Basis für einen Goldpreis von 5.000 US-Dollar in 2026 legen. Zudem könnten in 2025 die bisherigen Hochs noch einmal in Reichweite kommen.
Der US-Dollar schwächelt unverändert, was wiederum per se gut für Gold und Silber aber auch für Platin, Palladium und Kupfer ist. Die Renditen der für die Betrachtung wichtigen 10-jähriigen US-Staatsanleihen notieren mit 4,1 Prozent auf einem moderaten Niveau. Kurzum. Solange Gold oberhalb von 3.430 US-Dollar notiert, ist das bullische Szenario mit Ziel 5.000 US-Dollar zu präferieren.
Zudem kommen von den Produzenten hoffnungsvolle Signale. Die Quartalsberichtssaison nähert sich ihrem Ende. Aber mit den Zahlen von Barrick Mining gibt es noch mindestens einen „Knaller“. Barrick wird am 10. November die Q3-Zahlen vorlegen. Bislang verlief die Quartalsberichtsaison robust, obgleich nicht alles Gold war, was da glänzte. Die Bodenbildung in den Produzentenaktien schreitet ebenfalls voran. Barrick, Newmont, Agnico Eagle Mines, Kinross Gold uvm. sehen vielversprechend aus. Und nicht zuletzt sorgt das Thema „Übernahmewelle“ im Gold-Silbersektor für Hochspannung.
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte
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