Carsten Stork
Bund-Future weiter unter Druck – Renditen auf Mehrmonatshoch
Der deutsche Bund-Future stand in der abgelaufenen Handelswoche erneut klar unter Abgabedruck. Steigende Renditen und eine zunehmend hawkishe Tonlage aus dem EZB-Umfeld belasteten die Kurse spürbar. Auf Wochensicht verlor der Bund-Future –0,45 % und …
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Der deutsche Bund-Future stand in der abgelaufenen Handelswoche erneut klar unter Abgabedruck. Steigende Renditen und eine zunehmend hawkishe Tonlage aus dem EZB-Umfeld belasteten die Kurse
spürbar. Auf Wochensicht verlor der Bund-Future –0,45 % und schloss bei 127,46 Punkten. Über nahezu die gesamte Woche hinweg dominierte Verkaufsdruck, Erholungsversuche blieben kurzlebig und
konnten sich nicht durchsetzen.
Parallel dazu setzte sich der Renditeanstieg entlang der gesamten Kurve fort. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe stieg bis in den Bereich von rund 2,85–2,86 % und markierte damit den
höchsten Stand seit mehreren Monaten. Auch am langen Ende wurden neue Jahreshochs erreicht. Treiber dieser Bewegung waren klare Signale aus der EZB, dass der Lockerungszyklus weitgehend
abgeschlossen ist und kurzfristig keine weiteren Zinssenkungen zu erwarten sind. Zusätzlich hielten sich auch die US-Renditen trotz des jüngsten Fed-Cuts auf erhöhtem Niveau, was den Aufwärtsdruck
auf europäische Zinsen weiter verstärkte.
In diesem Umfeld blieb der Bund-Future anfällig, da jede Bewegung der Renditen nach oben direkt auf die Kursentwicklung durchschlägt. Das Marktumfeld bleibt klar von einem „higher for
longer“-Narrativ geprägt.
Fazit:
Der Bund-Future bleibt kurzfristig klar renditegetrieben. Solange EZB-Signale hawkish bleiben und das globale Zinsumfeld keinen nachhaltigen Richtungswechsel signalisiert, dürfte der Druck auf der
Kursseite anhalten. Erst eine spürbare Entspannung bei den Renditen würde das technische Bild wieder stabilisieren.
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