Carsten Stork
WTI durchbricht erneut die 60-Dollar-Marke – die Bären verlieren die Kontrolle
Der WTI Crude Oil Future lieferte in der letzten Woche eine bemerkenswerte Trendbewegung und stieg um +2,86 %. Er konnte sich damit zum ersten Mal seit Wochen klar über der psychologisch wichtigen 60-US-Dollar-Marke etablieren und schloss am Freitag …
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Der WTI Crude Oil Future lieferte in der letzten Woche eine bemerkenswerte Trendbewegung und stieg um +2,86 %. Er konnte sich damit zum ersten Mal seit Wochen klar über der psychologisch wichtigen
60-US-Dollar-Marke etablieren und schloss am Freitag bei 60,14 US-Dollar pro Fass. Dieser Break über 60 USD ist technisch bedeutsam – der Markt hat damit den übergeordneten Abwärtstrend zunächst
neutralisiert.
Was die Bewegung besonders spannend macht, ist der fundamentale Rückenwind:
Die Analysten, die noch vor zwei Wochen 40 USD bis Jahresende prognostiziert hatten, liegen komplett daneben. Gleichzeitig war die Positionierung des Managed Money zuletzt so niedrig wie seit
September 2010 nicht mehr. Diese kapitulative Untergewichtung wird nun langsam abgebaut – ein klassisches Contrarian-Setup, das erfahrungsgemäß weitere Kursanstiege unterstützt.
Fundamental sprechen geopolitische Faktoren ebenfalls für höhere Preise. Die Sanktionen auf russische Ölprodukte verengen das Angebot, und in den USA steigen die Lagerbestände nicht wie befürchtet.
Dazu kommen technische Momentumkäufe, nachdem der Markt die 50-Tage-Linie zurückerobert hat.
Saisonal zeigt das Bild klar nach oben: Ab der zweiten Dezemberwoche beginnt typischerweise ein solider Anstieg, der oft bis weit ins Q1 hinein anhält. Genau das sehen wir jetzt.
Fazit:
Der Bruch über 60 USD ist ein strukturelles Signal, das durch Positionierung, Saisonalität und geopolitische Faktoren gestützt wird. Wir sehen die aktuelle Bewegung nicht als kurzfristigen Spike,
sondern als Beginn einer nachhaltigen Trendphase. Rücksetzer bleiben Kaufgelegenheiten, und Kurse Richtung 65–70 USD bis Jahresende sind im Rahmen eines konstruktiven Szenarios realistisch.
Verfasst von Renditemanufaktur
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