Carsten Stork
Sojabohnen unter Druck – trotz starker Long-Positionierung der Fonds
Der Sojabohnen-Future zeigte in der vergangenen Woche eine deutliche Abwärtsbewegung und verlor –2,81 %. Das Wochenschlussniveau lag bei 1.105,25 US-Cents pro Buschel – dem tiefsten Stand seit Anfang November. Fundamentale News aus dem globalen …
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Der Sojabohnen-Future zeigte in der vergangenen Woche eine deutliche Abwärtsbewegung und verlor –2,81 %. Das Wochenschlussniveau lag bei 1.105,25 US-Cents pro Buschel – dem tiefsten Stand seit
Anfang November. Fundamentale News aus dem globalen Handel sorgten für Gegenwind: Der sinkende brasilianische Real begünstigt Exportverkäufe aus Südamerika und drückt damit auf die US-Preise; zudem
bleiben Marktteilnehmer skeptisch, ob China angekündigte Käufe zeitnah in physische Auslieferungen umsetzt.
Auf der Positionierungsseite ergibt sich jedoch ein glasklares Kontrastbild: Die jüngsten (leicht verzögerten) COT-Daten zeigen, dass das Managed Money mit knapp über 157.000 Kontrakten long
positioniert ist. Das entspricht einer massiven bullischen Erwartung und passt bemerkenswert gut zur saisonalen Struktur: Historisch verzeichnen Sojabohnen ab Mitte Dezember bis in das Frühjahr
hinein steigende Preise, da Angebotsunsicherheiten aus Südamerika und Exportnachfrage in die USA hineinspielen.
Aktuell entsteht damit ein klassischer „Preis-Positionierungs-Konflikt“: Der Kurs korrigiert, während institutionelle Investoren weiter langfristig nach oben schauen. Sobald sich hier auch
technisch ein Boden formt, kann es eine impulsive Gegenbewegung geben.
Fazit:
Die Schwäche der vergangenen Woche ist eher handelstechnischer Natur als strukturell. Die rekordhohe Long-Positionierung der Fonds und die Saisonalität sprechen klar für eine positive Bias in die
kommenden Wochen. Wir halten den Sojabohnen-Future auf der Watchlist für einen Turnaround, sobald die Preisdynamik wieder dreht.
Verfasst von Renditemanufaktur
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