Carsten Stork
Sojabohnen-Future – Ruhige Phase vor der nächsten Bewegung
Der Sojabohnen-Future (CBOT) konnte in der vergangenen Handelswoche leicht zulegen und beendete die Woche mit einem Plus von +1,16 % bei 1.071,75 US-Cent pro Bushel. Der Wochenverlauf war geprägt von ruhigem Feiertagshandel und begrenzter …
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Der Sojabohnen-Future (CBOT) konnte in der vergangenen Handelswoche leicht zulegen und beendete die Woche mit einem Plus von +1,16 % bei 1.071,75 US-Cent pro Bushel. Der Wochenverlauf war geprägt
von ruhigem Feiertagshandel und begrenzter Volatilität, ohne klare Trendbeschleunigung.
Fundamental bleibt der Markt im Spannungsfeld zwischen hohen südamerikanischen Ernteerwartungen und stabiler Nachfrage. In Brasilien hat die Ernte der früh gepflanzten Sojabohnen begonnen, größere
Mengen werden jedoch erst in den kommenden Wochen auf den Markt kommen. Die Schätzungen gehen weiterhin von einer sehr großen brasilianischen Ernte aus. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage robust,
insbesondere aus China, das zuletzt weiterhin nennenswerte Mengen am Weltmarkt gekauft hat.
Ein Blick auf die COT-Daten zeigt eine weiterhin ausgeprägte, wenn auch leicht reduzierte Long-Positionierung. Das Managed Money hat seine Long-Positionen zuletzt etwas zurückgefahren, hält aber
weiterhin 192.890 Kontrakte netto long. Diese Positionierung basiert maßgeblich auf der Erwartung, dass China seine angekündigten Kaufverpflichtungen auch im weiteren Jahresverlauf erfüllen wird.
Trotz der Reduktion bleibt das Engagement auf einem historisch hohen Niveau.
Auf Jahresbasis liegt der Sojabohnen-Future aktuell mit knapp über +6 % im Plus. Damit war 2025 bislang ein vergleichsweise unspektakuläres Jahr für Sojabohnen, insbesondere im Vergleich zu anderen
Agrar- und Rohstoffmärkten.
Aus saisonaler Sicht deutet sich zunächst eine Phase von Seitwärtsbewegung bis leichtem Abwärtsdruck bis Anfang Februar an. Danach steigt historisch die Wahrscheinlichkeit für einen deutlich
dynamischeren Kursanstieg, insbesondere wenn sich Nachfrage und Positionierung wieder verstärken.
Fazit:
Sojabohnen befinden sich aktuell in einer ruhigen Übergangsphase. Hohe Ernteerwartungen begrenzen kurzfristig das Aufwärtspotenzial, während die starke Long-Positionierung des Managed Money
Vertrauen in die mittelfristige Nachfrage signalisiert. Kurzfristig bleibt der Markt seitwärts bis leicht schwächer, ab Februar steigen jedoch die Chancen auf eine klarere Aufwärtsbewegung. 2026
könnte für Sojabohnen deutlich spannender werden als das bislang eher ruhige Jahr 2025.
Verfasst von Renditemanufaktur
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