Carsten Stork
Kupfer zwischen Rekordniveau und Gewinnmitnahmen – China bleibt der Schlüssel
Der an der CME gehandelte Kupfer-Future beendete die abgelaufene Handelswoche mit einem Minus von –1,73 % und schloss bei 535,85 US-Cent. Dabei war das Wochenbild alles andere als schwach: Von Dienstag bis Freitagvormittag setzte Kupfer seine …
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Der an der CME gehandelte Kupfer-Future beendete die abgelaufene Handelswoche mit einem Minus von –1,73 % und schloss bei 535,85 US-Cent. Dabei war das Wochenbild alles andere als schwach: Von
Dienstag bis Freitagvormittag setzte Kupfer seine Aufwärtsbewegung zunächst fort und markierte ein Wochenhoch bei 553,05 US-Cent. Erst am Freitagnachmittag kam es im Zuge eines breiteren
Risk-Off-Moves zu spürbaren Gewinnmitnahmen, die den Future temporär bis auf 528 US-Cent zurückführten.
Wichtig ist die Einordnung: Auch der in London gehandelte Kupfer-Kontrakt (LME) hatte zuvor ein neues Allzeithoch erreicht, geriet am Freitag jedoch ebenfalls unter Druck. Es handelte sich damit
nicht um eine strukturelle Divergenz zwischen den Märkten, sondern um eine synchron verlaufende Korrektur auf hohem Niveau, ausgelöst durch den Abverkauf im Tech-Sektor und eine kurzfristige
Reduktion von Risikoexposure.
Fundamental bleibt das Bild konstruktiv. China steht weiterhin im Fokus: Die jüngsten Signale aus Peking – insbesondere der angekündigte fiskalische Investitionsschub für 2026 – stützen die
Nachfrageperspektive für Industriemetalle. Gleichzeitig bleibt die Angebotsseite angespannt, was den Markt auf mittlere Sicht gut unterlegt.
Auch die COT-Daten bestätigen dieses Bild. Das Managed Money ist per letztem verfügbaren Stand (21.11.) weiterhin klar bullish positioniert und hält rund 51.959 Netto-Long-Kontrakte. Von Panik oder
strukturellem Positionsabbau ist nichts zu sehen.
Aus saisonaler Sicht beginnt für Kupfer nun die traditionell stärkere Phase, die sich vor allem im ersten Quartal entfaltet – ein Muster, das historisch gut belegt ist und gut zur aktuellen
fundamentalen Story passt.
Fazit:
Die Bewegung am Freitag war eine gesunde Korrektur nach einer starken Rallye, kein Trendbruch. Solange China als Nachfragetreiber aktiv bleibt und die Positionierung konstruktiv ist, bleibt Kupfer
strategisch interessant – insbesondere mit Blick auf das saisonal starke erste Quartal 2026.
Verfasst von Renditemanufaktur
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