Hensoldt, Rheinmetall klettern

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    Deutsche Rüstungsaufträge rollen an – und könnten zur Konjunkturspritze werden

    Der Bundestag bereitet neue Rüstungs-Großaufträge im Milliardenvolumen für Hensoldt, Airbus & Co. vor. Sie könnten zur Wachstumsquelle für die deutsche Wirtschaft werden.

    Für Sie zusammengefasst
    • Bundestag plant Rüstungsaufträge über 3 Milliarden Euro.
    • Militärische Aufrüstung soll Wirtschaftswachstum fördern.
    • Ökonomen erwarten Konjunkturbelebung ab 2025.
    • Report: Die Jahresendrallye rollt an
    Hensoldt, Rheinmetall klettern - Deutsche Rüstungsaufträge rollen an – und könnten zur Konjunkturspritze werden

    Deutschland rüstet auf – und zwar im doppelten Sinn: militärisch und wirtschaftlich. Nach Bloomberg-Informationen will das Verteidigungsministerium Rüstungsaufträge im Wert von über 3 Milliarden Euro durch den Bundestag bringen.

    Die Liste umfasst unter anderem 20 leichte Kampfhubschrauber von Airbus im Volumen von rund 1 Milliarde Euro, 100.000 Nachtsichtgeräte von Hensoldt und Theon International im Wert von ebenfalls 1 Milliarde Euro sowie Flugabwehrraketen des Typs IRIS-T SLM von Diehl für etwa 1,2 Milliarden Euro. Der Hensoldt-Kurs kletterte zuletzt (10:30 Uhr) um 2,5 Prozent auf 93,90 Euro, für Theon ging es 4,6 Prozent hoch und auch Rheinmetall verteuerten sich im Schlepptau um 2 Prozent.

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    Die Zustimmung des Bundestags gilt als Formsache – die Sitzung findet hinter verschlossenen Türen statt. Es ist bereits das zweite große Beschaffungspaket innerhalb weniger Wochen: Schon im Oktober genehmigte das Parlament 18 Verteidigungsprojekte im Wert von mehr als 14 Milliarden Euro. Und laut Insidern ist das erst der Anfang einer ganzen Welle geplanter Bestellungen, die noch vor Jahresende folgen sollen.

    Hintergrund ist die massive Modernisierung der Bundeswehr nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Bundeskanzler Friedrich Merz hat angekündigt, die Streitkräfte "fit für die NATO-Verteidigung" zu machen – finanziert aus dem 100-Milliarden-Euro-Sondervermögen und zusätzlichen Haushaltsmitteln.

    Ökonomen sehen in der neuen Ausgabenoffensive einen möglichen Wendepunkt für die deutsche Konjunktur. Laut einer Studie von Deutsche Bank Research von September könnte die staatliche Investitionswelle, vor allem im Verteidigungssektor, ab dem vierten Quartal 2025 eine spürbare wirtschaftliche Belebung auslösen. Die Volkswirte Robin Winkler und Sebastian Becker sprechen von einem möglichen "Zuckerrausch der Konjunktur" – getragen durch militärische Großaufträge, die rasch umgesetzt werden können.

    Während klassische Infrastrukturprojekte oft an jahrelangen Planungsverfahren scheitern, lassen sich Rüstungsbestellungen deutlich schneller realisieren. Damit könnten Unternehmen wie Rheinmetall, Renk, Hensoldt, Diehl oder Airbus Defence zu den großen Gewinnern eines neuen Rüstungsbooms werden – und der Industrie insgesamt kurzfristig neue Impulse geben.

    Nach Jahren der Sparpolitik könnte die Wiederaufrüstung zum Konjunkturmotor für Deutschland werden.

    Autor: Ingo Kolf, wallstreetONLINE Redaktion


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    Verfasst vonRedakteurIngo Kolf
    Hensoldt, Rheinmetall klettern Deutsche Rüstungsaufträge rollen an – und könnten zur Konjunkturspritze werden Der Bundestag bereitet neue Rüstungs-Großaufträge im Milliardenvolumen für Hensoldt, Airbus & Co. vor. Sie könnten zur Wachstumsquelle für die deutsche Wirtschaft werden.

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