Rekordjahr für Ledger
Welle von Krypto-Hacks treibt Nachfrage nach Offline-Wallets
Angesichts explodierender Cyberkriminalität in der Kryptobranche flüchten Anleger zunehmend in Hardware-Wallets. Marktführer Ledger peilt ein Rekordjahr an!
- Anleger fliehen in Hardware-Wallets wegen Hacks.
- Ledger erwartet Rekordumsätze in 2025.
- 2,2 Milliarden USD in Krypto wurden 2025 gestohlen.
- Report: Renditeturbo 2026 –
Die weltweite Zunahme von Krypto-Hacks befeuert eine neue Welle der Nachfrage nach sogenannten Offline- oder "Cold"-Wallets. Besonders stark profitiert davon der französische Hardware-Wallet-Hersteller Ledger, der laut einem Bericht der Financial Times 2025 zu seinem bislang erfolgreichsten Jahr macht.
CEO Pascal Gauthier erklärte, die Umsätze hätten "dreistellige Millionenhöhen" erreicht – ein Rekordwert für das Unternehmen. "Wir werden immer häufiger gehackt – Bankkonten, Krypto-Accounts – und es wird in den kommenden Jahren nicht besser werden", sagte Gauthier.
2,2 Milliarden US-Dollar gestohlen
Laut einer aktuellen Analyse der Blockchain-Forensiker von Chainalysis wurden allein in den ersten Monaten des Jahres 2025 rund 2,2 Milliarden US-Dollar in Kryptowährungen gestohlen – und damit bereits mehr als im gesamten Jahr 2024. Etwa ein Viertel dieser Angriffe richtete sich direkt gegen private Wallets von Einzelpersonen.
Einer der größten Vorfälle: Der Diebstahl von 1,5 Milliarden US-Dollar bei der Kryptobörse Bybit – mutmaßlich durch nordkoreanische Hackergruppen. Der Fall gilt als der größte Krypto-Diebstahl der Geschichte und hat die Branche nachhaltig erschüttert.
Anleger fliehen in Hardware-Wallets
Die Unsicherheit an den Kryptomärkten hat dazu geführt, dass immer mehr Anleger ihre digitalen Vermögenswerte offline sichern – fernab von zentralisierten Börsen wie Coinbase oder Binance.
Ledger, dessen Geräte optisch an USB-Sticks erinnern, verwahrt laut eigenen Angaben rund 100 Milliarden US-Dollar an Kundengeldern in Bitcoin und anderen Token. Das Unternehmen konkurriert mit Anbietern wie Trezor und Tangem, die ähnliche Sicherheitslösungen anbieten.
Gauthier sieht darin einen Paradigmenwechsel: "Smartphones und Computer wurden für Bequemlichkeit entwickelt, nicht für den Schutz von Vermögenswerten. Die Menschen wachen jetzt auf und erkennen, dass Sicherheit Vorrang haben muss."
Ledger plant möglichen Börsengang in New York
Das Unternehmen erwägt laut Financial Times sowohl einen Börsengang (IPO) in New York als auch eine private Finanzierungsrunde im kommenden Jahr. Ledger war zuletzt 2023 mit 1,5 Milliarden US-Dollar bewertet worden, nachdem Investoren wie 10T Holdings und True Global Ventures Kapital bereitgestellt hatten.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion
Bitcoin wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +1,46 % und einem Kurs von 106.254USD auf CryptoCompare Index (10. November 2025, 11:26 Uhr) gehandelt.

