Stahlbranche unter Druck

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    Trotz trüber Aussichten: Die Aktie des Stahlkonzerns Salzgitter legt kräftig zu!

    Salzgitter korrigiert seine Prognose erneut nach unten. Der Stahlkonzern hofft auf Brüssels Schutzmaßnahmen und eine konjunkturelle Wende im kommenden Jahr.

    Für Sie zusammengefasst
    • Salzgitter senkt Prognose für 2025 erneut deutlich.
    • Umsatz jetzt über 9 Mrd. Euro, EBITDA 300-350 Mio.
    • Hoffnung auf EU-Schutzmaßnahmen und Markterholung.
    • Report: Die Jahresendrallye rollt an
    Stahlbranche unter Druck - Trotz trüber Aussichten: Die Aktie des Stahlkonzerns Salzgitter legt kräftig zu!

    Der Stahlkonzern Salzgitter hat seine Jahresprognose für 2025 zum zweiten Mal gesenkt. Das Unternehmen rechnet nun nur noch mit einem Umsatz von knapp über neun Milliarden Euro und einem operativen Gewinn (EBITDA) zwischen 300 und 350 Millionen Euro. Zuvor hatte der DAX-Konzern noch bis zu 9,5 Milliarden Euro Umsatz und bis zu 400 Millionen Euro Gewinn in Aussicht gestellt.

    Markt bleibt schwach – Preiserholung verzögert sich

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    Die Nachfrage nach Stahl bleibe gedämpft, erklärte Salzgitter am Montag. Zwar gebe es "erste Anzeichen moderater Preissteigerungen", doch diese würden sich "erst im kommenden Jahr in den Ergebnissen niederschlagen". Das Unternehmen erwartet für 2025 einen Vorsteuerverlust zwischen 50 und 100 Millionen Euro – zuvor hatte das Unternehmen einen Verlust von bis zu 100 Millionen Euro oder bestenfalls ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet.

    Hoffnung auf Brüssel

    Finanzchefin Birgit Potrafki lobte neue Schutzmaßnahmen der Europäischen Kommission, die den europäischen Stahlsektor stärken sollen. Die Brüsseler Behörde hatte vorgeschlagen, die zollfreien Einfuhrquoten für Stahl nahezu zu halbieren und für darüber hinausgehende Lieferungen eine Importabgabe von 50 Prozent einzuführen, damit die Stahlherstellung in der Europäischen Union langfristig profitabel bleibt.

    Die EU reagiert damit auf Befürchtungen europäischer Hersteller, wonach Stahlproduzenten aus Drittstaaten vermehrt Lieferungen nach Europa umleiten könnten, nachdem die USA Importzölle verhängt hatten. Salzgitter hatte im Vorfeld wiederholt vor einem drohenden Überangebot auf dem europäischen Markt gewarnt.

     

    Analysten bleiben vorsichtig – Aktie legt zu

    Trotz der trüben Aussichten legte die Salzgitter-Aktie am Montagmorgen auf Xetra um 6 Prozent auf 29,66 Euro zu (Stand 9:30 Uhr).

    Salzgitter

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    ISIN:DE0006202005WKN:620200

    Anleger reagierten damit auf bessere Neunmonatszahlen als erwartet: Der Verlust vor Steuern belief sich auf 72,7 Millionen Euro, während Analysten mit einem Minus von 90 Millionen gerechnet hatten. Das EBITDA erreichte 224 Millionen Euro – leicht über dem Marktkonsens von 219 Millionen.

    Der Analyst Cole Hathorn von Jefferies hält an seiner neutralen Bewertung fest und belässt das Kursziel bei 25 Euro.

    Blick nach vorn

    Potrafki zeigt sich dennoch vorsichtig optimistisch: "Sollte sich die erwartete wirtschaftliche Erholung im nächsten Jahr einstellen, rechnen wir mit einer allgemeinen Verbesserung der Ertragslage." Damit ruht Salzgitters Hoffnung auf einer konjunkturellen Wende – und auf dem Schutz aus Brüssel.

    Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion

    Die Salzgitter Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +5,97 % und einem Kurs von 29,82EUR auf Tradegate (10. November 2025, 10:19 Uhr) gehandelt.


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    Verfasst vonRedakteurSaskia Reh
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