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    Neubaustrecke Hamburg-Hannover als wirtschaftlich eingestuft

    Für Sie zusammengefasst
    • Bundesverkehrsministerium sieht Neubau als wirtschaftlich
    • Verkehrsprognose 2040: Zunehmendes Fahrgastaufkommen
    • Bürgerinitiativen warnen vor Umweltzerstörungen in Heide

    (Tippfehler im 2. Satz berichtigt)

    BERLIN (dpa-AFX) - Das Bundesverkehrsministerium hat den Entwurf der Schnellstrecke der Bahn Hamburg-Hannover entlang der A7 und durch die Lüneburger Heide als wirtschaftlich eingeschätzt. Die Verkehrsprognose 2040 gehe von einem zunehmenden Fahrgastaufkommen aus, heißt es in einem Schreiben an den Grünen-Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel. Damit könnte es auf einen Neubau statt des Ausbaus der Bestandsstrecke hinauslaufen.

    Das Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) wird mit 1,5 neu aufgelistet. Jeder Wert über 1 ist wirtschaftlich. Zuvor hatte der NDR darüber berichtet. Die bisherige Strecke Hamburg-Hannover gehört laut Bahn zu den am stärksten überlasteten Deutschlands. Der Bundestag muss über das Milliardenprojekt entscheiden.

    "Die Neubaustrecke Hamburg-Hannover ist nach neusten Berechnungen wirtschaftlich", hieß es in einer Stellungnahme von Matthias Gastel aus der Grünen-Bundestagsfraktion. Somit seien auch die Bedenken aufgrund der bisher knappen Berechnung entkräftet. Er erwarte vom Ministerium, dass das Parlament sich endlich mit dem Vorhaben in der parlamentarischen Befassung auseinandersetzen könne.

    Die grüne Fraktion werde sich für weitere Regionalhalte einsetzen, damit die Region von der neuen Strecke profitiert. Außerdem ermögliche die gute Wirtschaftlichkeit einen noch besseren Lärmschutz an Bestands- sowie Neubaustrecke. Der Landesverband des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) forderte Bund und Land auf, das für die Verkehrswende entscheidende Projekt ohne Umschweife umzusetzen.

    Bürgerinitiativen wehren sich gegen Umweltzerstörungen

    Die Deutsche Bahn favorisiert die neue ICE-Strecke seit langem, Bürgerinitiativen wehren sich gegen Umweltzerstörungen in der Heide. Kritisch eingestellt ist auch die Landesregierung. Wegen der Einschnitte in die Natur brauche man eine Raumverträglichkeitsprüfung, forderte Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) zuletzt.

    Schon in den Neunziger Jahren plante die Bahn eine neue Verbindung Hamburg-Hannover unter Einbeziehung von Bremen mit Namen "Y-Trasse", sie scheiterte an Protesten. Für den Naturschutzbund (Nabu) Niedersachsen führen die Planungen der etwa 109 Kilometer langen Neubaustrecke zu einem ökologischen Desaster, die Landesjägerschaft sieht Gefahr für scheues Rotwild.

    Die Kritiker monieren, dass der vor zehn Jahren gefundene Kompromiss beim Dialogforum Schiene Nord für den Ausbau der Bestandsstrecken von der Bahn nicht eingehalten werde. Er wird Alpha-E-Kompromiss genannt und sieht unter anderem ein drittes Gleis zwischen Lüneburg und Uelzen vor./koe/DP/men






    dpa-AFX
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