Zuschlagen oder nicht

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    Nach dem Einstieg von Nvidia: Was ist bei Nokia jetzt noch zu holen?

    Der Einstieg von Nvidia beim finnischen Mobilfunkausrüster Nokia sorgte für den höchsten Stand seit fast 10 Jahren. Was ist bei der Aktie jetzt noch möglich?

    Für Sie zusammengefasst
    • Nvidia-Einstieg hebt Nokia-Aktie auf 10-Jahres-Hoch
    • Umsatzwachstum von 20% im letzten Quartal erzielt
    • Kurzfristige Risiken erfordern abwartende Strategie
    • Report: Die Jahresendrallye rollt an
    Zuschlagen oder nicht - Nach dem Einstieg von Nvidia: Was ist bei Nokia jetzt noch zu holen?

    Willkommen zum Smartbroker+ Chart der Woche – Nokia

    Hinter dem finnischen Traditionskonzern Nokia liegt eine in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten wechselvolle Geschichte. Vom Mischkonzern wandelten sich die Finnen zur Jahrtausendwende zum Mobilfunk- und Kommunikationsgiganten. Mobiltelefone wie das Nokia 3310 waren stilbildend und prägten eine ganze Generation von Nutzerinnen und Nutzern. Das Unternehmen stieg zum größten Hersteller von mobilen Endgeräten auf.

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    Doch der Erfolg währte nicht lange und Nokia wurde von innovativeren Konzernen wie Apple und HTC abgelöst. Nach einem kurzen und letztendlich gescheiterten Intermezzo mit Microsoft (Windows-Phone; Lumia-Reihe) spielt der Verkauf von Mobilfunkgeräten quasi keine Rolle mehr. Nokia konzentriert sich inzwischen auf Netzwerktechnik und Mobilfunkinfrastruktur.

    Der Einstieg von Nvidia verändert alles

    Doch der Wettbewerb ist angesichts von Konkurrenten wie Ericsson und Huawei hart. In den vergangenen fünf Jahren kam die Geschäftsentwicklung unter dem Strich daher kaum vom Fleck. Gegenüber den vergangenen Jahren hat Nokia in den abgelaufenen 12 Monaten weniger Erlöse erzielt. Durch Kosteneinsparungen und den Verkauf der Seekabeltochter gelang zumindest die Rückkehr zur Profitabilität. Das half zwar nicht der Kursentwicklung, sorgte aber für eine stabile Finanzlage, um die lange überdurchschnittlich hohe Dividende ausschütten zu können – eines der wenigen verbliebenen Kaufargumente in den vergangenen Jahren.

    Vor zwei Wochen jedoch wendete sich das Blatt ebenso unvermutet wie dramatisch. Niemand geringeres als KI-Überflieger Nvidia gab seinen Einstieg bei den Finnen bekannt. Das ließ die Anteile auf den höchsten Stand seit fast 10 Jahren explodieren. Die Summe von 1 Milliarde US-Dollar soll dafür verwendet werden, Nokias 5G- und 6G-Software auf der Architektur von Nvidia zum Laufen zu bringen, um den Finnen so zu größeren Marktanteilen auf dem Markt für KI-Infrastruktur zu verhelfen.

    Tatsächlich profitiert Nokia bereits vom KI-Boom und konnte im abgelaufenen Quartal mit einem Umsatzwachstum von fast 20 Prozent das beste Quartal seit vielen Jahren präsentieren. Ist die Neubewertung damit bereits abgeschlossen oder bietet die Aktie weitere Luft nach oben? Dazu zunächst der Blick in den Chart.

    Nokia Chartsignale

    • Charttechnischer Ausbruch: Die Nokia-Aktie ist dynamisch und unter hohem Handelsvolumen über den Widerstand bei 5 Euro geklettert.
    • Mehrjahreshoch: Die Anteile sind auf den höchsten Stand seit fast zehn Jahren gestiegen. Solche Mehrjahreshochs gelten als starke Kaufsignale.
    • Mehrere Kaufsignale: Für prozyklische Impulse sorgen neben dem Kurs auch die gleitenden Durchschnitte sowie die technischen Indikatoren.
    • Kurzfristige Überhitzung: Vor einem möglichen Einstieg sollten Anlegerinnen und Anleger kurzfristige Kurs- und Bewertungsrisiken abwägen.

     

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    Nokia nach dem Bullensturm

    Zeichnete sich bereits in den vergangenen Wochen eine Erholung der Anteile ab, nachdem im April noch ein Anstiegsversuch über die Marke von 5 Euro gescheitert war, brachte der Deal mit Nvidia den Durchbruch: Die Aktie brach unter riesigem Handelsvolumen aus und kletterte in der Spitze auf 6,65 Euro. Das bedeutete den höchsten Stand seit Februar 2016.

    Solche Mehrjahreshochs gelten in der technischen Analyse als starke Kaufsignale. Das gleichzeitig große Kaufinteresse lässt außerdem darauf schließen, dass es sich bei dem Ausbruch um eine nachhaltige Bewegung handeln dürfte. Damit fungiert der Bereich zwischen 5,00 und 5,25 Euro nun als Unterstützung.

    Ausbruch macht nachhaltigen Eindruck, aber …

    Der Ausbruch sorgte über das Mehrjahreshoch hinaus noch für weitere Kaufsignale. Zum einen konnten damit die gleitenden Durchschnitte zurückerobert werden, die noch im Frühsommer der Korrektur zum Opfer gefallen waren. Außerdem kam es in den Durchschnittslinien zu einem Golden Gross.

    Begleitet wurde dieses von einer Bodenbildung und anschließenden Erholung der technischen Indikatoren. Während der Relative-Stärke-Index (RSI) von Schwäche zu Stärke gewechselt hat, ist dem Trendstärkeindikator MACD ein Vorzeichenwechsel gelungen. Damit zeigt er einen (neuen) Aufwärtstrend der Aktie an.

    Hervorzuheben ist außerdem, dass beide Indikatoren mit der Aktie auf markante Hochs gestiegen sind. Das ist ein weiteres Indiz für die mögliche Nachhaltigkeit des Ausbruchs und ein dauerhaft erhöhtes Kursniveau.

    … Momentum schwächt sich ab, deutet auf Pullback hin

    Kurzfristig bestehen jedoch Abwärtsrisiken. Zum einen notierte Nokia aufgrund der Kursexplosion zeitweise außerhalb der Bollinger Bänder. Solche Übertreibungen münden in der Regel in Gegenbewegungen oder zumindest in ausgedehnten Seitwärtskonsolidierungen.

    Zum anderen lag der auf Tagesbasis ermittelte RSI mit 92,4 Punkten zeitweise im Extrembereich. Auch das erfordert eine Abkühlung, die sich im MACD bereits durch das Crossing unter die Signallinie abzeichnet. Das bedeutet ein nachlassendes Aufwärtsmomentum. Im Tageschart ist es außerdem zu einer Kurslücke zwischen 4,83 und 5,10 Euro gekommen. Diese könnte vor weiteren Kursanstiegen noch geschlossen werden und wäre gleichbedeutend mit einem Test des Ausbruchsniveaus als neuer Unterstützung.

    Für ein attraktiveres Chance-Risiko-Profil sowie eine höhere Sicherheitsmarge sollte also ein möglicher Pullback in den Bereich um 5 Euro abgewartet werden.

    Nach Neubewertung liegt eine ambivalente Situation vor

    Auch aus einer Bewertungsperspektive wäre ein Einstieg zu einem tieferen als dem gegenwärtigen Kursniveau attraktiver, denn nach der Rallye in den vergangenen Wochen ist Nokia für das laufende Geschäftsjahr bereits mit dem 22-Fachen der erwarteten Gewinne bewertet, für das kommende Jahr wird das KGV laut SeekingAlpha auf 17,8 geschätzt. Beide Werte liegen damit meilenweit über dem Fünfjahresdurchschnitt von 12,6.

    Bei anderen Bewertungskennziffern ist die Aktie ebenfalls deutlich über ihre historische Norm geklettert. Der Aufschlag beim prognostizierten Kurs-Cashflow-Verhältnis liegt bei 51,4 Prozent. Beim Verhältnis zwischen Unternehmenswert und EBITDA (EV/EBITDA) handelt Nokia sogar mit einem Aufschlag von 74,5 Prozent gegenüber dem Mittel der vergangenen 5 Jahre. Im Vergleich zum Branchendurchschnitt bestehen jedoch deutliche Abschläge.

    Das deutet daraufhin, dass Anlegerinnen und Anleger künftig bereit sind, höhere Bewertungen als noch in den vergangenen Jahren in Kauf zu nehmen.

    Fairer Wert laut Expertinnen und Experten vorerst erreicht

    Von Analystinnen und Analysten wird der faire Wert laut MarketScreener derzeit auf 5,46 Euro taxiert. Das entspricht einer implizierten Downside von 8,4 Prozent. Dabei ist es in den zurückliegenden Wochen bereits zu einer umfassenden Revision gekommen. Noch Ende September wurde im Mittel ein fairer Wert von 4,44 Euro genannt.

    Bei insgesamt 21 Bewertungen kommt die Aktie sechsmal auf Kaufen und dreimal auf Übergewichten. Dem stehen acht Empfehlungen zum Halten sowie 4 zum Reduzieren oder Verkaufen von Positionen gegenüber. Daraus ergibt sich im Mittel eine Bewertung mit "Übergewichten" beziehungsweise "Aufstocken". Das Kursziel von 5,46 Euro signalisiert jedoch, dass das im Einklang mit den kurzfristigen technischen Risiken auf niedrigeren als den gegenwärtigen Niveaus erfolgen sollte.

    Nokia auf einen Blick

    • ISIN: FI0009000681
    • Börsenwert: 31,8 Milliarden Euro
    • Dividendenrendite: 2,38 Prozent
    • KGVe 2026: 17,8
    • Durchschnittliche Analystenempfehlung: Übergewichten

     

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

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    Verfasst vonRedakteurMax Gross
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