Goldgräber-Stimmung
Gold-Boom beflügelt Barrick: Höhere Dividende, mehr Buybacks und Rekord-Cashflow
Der kanadische Bergbaugigant hat nach einem Quartal mit starken Goldpreisen und sprudelnden Einnahmen sowohl seine Dividende als auch sein Aktienrückkaufprogramm deutlich aufgestockt.
- Barrick erhöht Dividende um 25% auf 12,5 Cent.
- Neues Aktienrückkaufprogramm von 500 Millionen US-Dollar.
- Rekord-Cashflow von 1,5 Milliarden US-Dollar erzielt.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Konkret hebt Barrick Mining die reguläre Quartalsdividende um 25 Prozent auf 12,5 US-Cent je Aktie an. Zusätzlich erhalten Anteilseigner einen Performance-Bonus von weiteren 5 Cent. Parallel dazu hat der Vorstand ein neues Rückkaufprogramm in Höhe von 500 Millionen US-Dollar genehmigt – zusätzlich zu den bereits in diesem Jahr zurückgekauften Aktien im Volumen von 1 Milliarde US-Dollar.
Grund für die Großzügigkeit ist der Rekord-Cashflow: Im dritten Quartal generierte Barrick 1,5 Milliarden US-Dollar an freiem Mittelzufluss – ein Allzeithoch. Möglich wurde das durch den Höhenflug des Goldpreises, der im Quartalsdurchschnitt bei 3.575 US-Dollar pro Unze lag – über 43 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Der realisierte Verkaufspreis von Barrick kletterte auf 3.457 US-Dollar je Unze.
Die Barrick-Aktie reagiert am Montag prompt und steigt im vorbörslichen US-Handel um 4,5 Prozent.
Allerdings ging Barricks Goldproduktion leicht zurück – von 943.000 auf 829.000 Unzen. Auch die Produktionskosten stiegen: Die "All-in Sustaining Costs" lagen bei 1.538 US-Dollar je Unze (Vorjahr: 1.507 US-Dollar). Trotz der geringeren Ausbeute übertraf Barrick mit einem bereinigten Gewinn von 58 Cent je Aktie knapp die Analystenerwartungen.
Überschattet wurde das Quartal von geopolitischen Spannungen: In Mali dauern die Auseinandersetzungen mit der Militärregierung an. Nach Exportverboten und Festnahmen musste Barrick im Januar die Produktion dort aussetzen.
Interim-CEO Mark Hill betonte die Fokussierung auf operative Exzellenz: "Wir richten unser Augenmerk auf bessere Ergebnisse und nachhaltige Wertschöpfung – insbesondere bei unseren Top-Assets in Nevada und der Dominikanischen Republik."
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
