Déjà-vu der Dotcom-Ära?

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    KI-Aktien im Höhenflug: Goldman Sachs sieht ein Risiko, aber kein Ende

    Goldman Sachs sieht im KI-Boom noch viel Potenzial – aber auch Schatten der Dotcom-Ära. Strategen mahnen Investoren, Gewinne zu nutzen und Risiken abzusichern.

    Für Sie zusammengefasst
    • Goldman Sachs sieht KI-Boom als stabil, nicht blasenartig.
    • Anleger sollten Gewinne sichern und Risiken managen.
    • Historische Parallelen, aber keine akuten Warnzeichen.
    • Report: Die Jahresendrallye rollt an
    Déjà-vu der Dotcom-Ära? - KI-Aktien im Höhenflug: Goldman Sachs sieht ein Risiko, aber kein Ende

    Goldman Sachs hält den aktuellen Boom rund um künstliche Intelligenz noch nicht für eine gefährliche Blase. Die Bewertungen seien zwar hoch, aber weiterhin von Fundamentaldaten getragen, schreiben die Strategen Dominic Wilson und Vickie Chang in einem aktuellen Bericht. "Robuste Gewinne haben die Aktienmärkte gestützt", betonen sie.

    Erinnerungen an die Dotcom-Ära

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    Der Vergleich mit dem Internet-Hype der späten 1990er Jahre liegt nahe. Damals führten steigende Verschuldung, sinkende Unternehmensbilanzen und wachsende Marktschwankungen schließlich zum Platzen der Blase. Doch diesmal sei die Lage laut Goldman Sachs anders: "Die makroökonomischen und marktbezogenen Ungleichgewichte von 1998 sind heute noch nicht sichtbar."

    Potenzial bleibt, Risiken wachsen

    Wilson und Chang sehen in der aktuellen KI-Euphorie weiterhin Spielraum nach oben. Dennoch sollten Anleger ihr Portfolio nicht "übermäßig anfällig" für einen möglichen Rückschlag machen. Die Strategen empfehlen, Gewinne abzusichern – etwa durch den Kauf von Call-Optionen, die nur ein begrenztes Verlustrisiko bergen.

    Auch raten sie, sich auf künftig breitere Kreditspreads und steigende Aktienvolatilität einzustellen. Das gelte selbst dann, wenn der KI-Boom in den kommenden Jahren anhalte.

     

    Parallelen zu früheren Blasen

    Die Experten ziehen weitere Vergleiche zu historischen Krisen – von Japans Immobilienblase Ende der 1980er bis zur US-Immobilienkrise 2008. Sie verweisen darauf, dass einige Frühindikatoren durchaus Parallelen zu 1998 aufweisen: Große Konzerne wie Meta und Alphabet hätten jüngst wieder den Anleihemarkt genutzt, während komplexe Finanzierungsstrukturen rund um OpenAI, Amazon und Nvidia zunähmen.

    Noch kein Grund zur Panik

    Trotz dieser Warnzeichen sehen die Goldman-Sachs-Strategen die Basis der Rallye intakt. Unternehmensgewinne blieben stabil, die Verschuldung moderat und die Sparquoten der Haushalte solide. Kreditspreads und Aktienvolatilität seien bislang unauffällig.

    "Die jüngsten Trends bieten noch reichlich Spielraum für eine Fortsetzung", heißt es in dem Bericht. Der KI-Boom könnte demnach noch mehrere Jahre anhalten – auch wenn die Erinnerung an frühere Blasen langsam zurückkehrt.

    Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion


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    Verfasst vonRedakteurSaskia Reh
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