Paukenschlag bei Gold
Alle wieder rein in Gold. Goldpreis vor gewaltiger Jahresendrallye?!
So schnell kann es gehen. Der Goldpreis schoss zu Wochenbeginn in Richtung 4.100 US-Dollar und scheint seine Korrektur mit einem gewaltigen Paukenschlag beenden zu wollen. Ganz so überraschend kam das allerdings nicht.
- Goldpreis steigt stark, Korrektur könnte enden.
- Zinssenkungserwartungen beflügeln Edelmetallpreise.
- Übernahmefieber im Goldsektor, Barrick im Fokus.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Paukenschlag bei Gold
Noch vor kurzem drohte der Glanz des Edelmetalls zu verblassen. Ein Wiedererstarken des US-Dollars wurde eingepreist und setzte Gold so unter Druck. In zurückliegenden Gold-Kommentierungen an dieser Stelle wurde jedoch immer wieder darauf verwiesen, dass der US-Dollar-Index trotz leichter Erholung noch immer in seiner seit Wochen dominierenden Handelsspanne notiert und es ihm nicht gelingen will, die obere Begrenzung der Range, in diesem Fall den Bereich von 100 Punkten, zu überspringen. Von einer neuen Stärke ist der US-Dollar somit nach wie vor weit entfernt. Das spielt wiederum den Edelmetallen in die Karten. Vor allem bei Silber könnte es bald wieder zur Sache gehen. Der Silberpreis sieht überaus vielversprechend aus.
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Kommt doch eine Zinssenkung durch die Fed im Dezember?
Nach schlechten US-Daten steigt die Erwartung hinsichtlich einer Zinssenkung im Dezember. Nach der Oktober-Sitzung des FOMC hatte diese Erwartungshaltung einen herben Dämpfer bekommen. Nun ist die Hoffnung offenkundig wieder zurück. Eine Zinssenkung könnte Gold und auch Silber Beine machen. Dass die Erwartungen wieder steigen, liegt nicht zuletzt an den schwachen US-Daten. So enttäuschten zuletzt die eminent wichtigen Daten zum US-Verbrauchervertrauen; ermittelt durch Uni Michigan.
Ob die Stimmung wieder umschlägt, dürfte sich nicht zuletzt in der Entwicklung der Bestände des SPDR Gold Shares widerspiegeln. In der Gold-Kommentierung vom 09. November wurden an dieser Stelle wieder anziehende Bestände thematisiert. Sollte der Zulauf anhalten, könnte der Goldpreis vor einer neuen Rallyephase stehen.
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Quartalsberichte und Übernahmefieber
Im Gold-Silbersektor grassiert das Übernahmefieber. Diverse Übernahmen und Zusammenschlüsse sind bereits bekannt. Spekulationen schießen ins Kraut. Im Fokus dieser Spekulationen steht auch Branchengröße Barrick Mining. Einstmals dominierende Nummer 1 des Sektors backen die Kanadier nun etwas kleinere Brötchen und könnten dabei in den Fokus von Newmont Corp. geraten sein. Spekulationen über einen Zusammenschluss beider Konzerne flammen bereits seit Jahren immer wieder auf. Man darf gespannt sein, ob dieses Mal etwas Belastbares dabei herauskommt. Ungeachtet dessen legte der Gold-Kupferproduzent gestern exzellente Daten vor Zudem hatte Barrick auch das eine oder andere „Geschenk“ für die Aktionäre noch mit dabei.
Zusammengefasst – Steht der Goldpreis vor einer gewaltigen Jahresendrallye?!
Die Chancen auf eine Jahresendrallye steigen. Ob sie tatsächlich kommen wird, bleibt noch abzuwarten, aber der fulminante Start in diese Handelswoche könnte ein Indiz für eine Jahresendrallye sein. Das erste potenzielle Ziel einer solchen ist das bisherige Rekordhoch im Bereich von 4.380 US-Dollar. Und sollte es darüber hinausgehen, könnte es für den Goldpreis noch weit gehen. Die aktuelle Gemengelage (glänzende Perspektiven für den Goldpreis, robuste Quartalsergebnisse und Übernahmefieber) bieten den Gold-Silber-Produzenten den idealen Nährboden für eine Fortsetzung der Rallye. Barrick, Newmont, Agnico Eagle Mines, Kinross Gold und andere sind noch nicht fertig mit ihrer Aufwärtsbewegung. Nach der jüngsten Verschnaufpause scheinen sie neue Kraft getankt zu haben. Die Goldpreisrallye sorgte gleich zu Jahresbeginn 2025 für jede Menge Gesprächsstoff und dürfte das auch am Jahresende tun. Vielleicht schafft es der Goldpreis nicht bis zum Jahresende auf 5.000 US-Dollar, aber vielleicht stellt er die Weichen für einen Goldpreis von 5.000 US-Dollar in 2026.
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte
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