Dividendenperle enttäuscht

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    Munich Re senkt schon wieder Umsatzprognose

    Trotz eines Gewinnsprungs auf 2 Milliarden Euro und deutlich geringerer Großschäden enttäuscht die Munich Re die Anleger: Der Rückversicherungsriese hat seine Umsatzprognose zum zweiten Mal in wenigen Monaten gekappt.

    Für Sie zusammengefasst
    • Munich Re erzielt 2 Mrd. Euro Gewinn, enttäuscht Anleger.
    • Umsatzprognose erneut gesenkt, Dividende nur 11% höher.
    • Schadensquote sinkt, aber Markt bleibt herausfordernd.
    • Report: Die Jahresendrallye rollt an
    Dividendenperle enttäuscht - Munich Re senkt schon wieder Umsatzprognose

    Die Munich Re hat im dritten Quartal kräftig verdient – doch an der Börse sorgt das nicht für Jubel. Der weltgrößte Rückversicherer meldete am Dienstag einen Nettogewinn von rund 2 Milliarden Euro, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Der Gewinn übertraf auch die Erwartungen der Analysten von 1,93 Milliarden Euro leicht.

    Dennoch geriet die Aktie im Xetra-Handel unter Druck und fiel zuletzt (10:30 Uhr) um 0,8 Prozent auf 540,20 Euro zurück. Der Grund: Das Unternehmen hat seine Umsatzprognose erneut gesenkt. Analysten gehen davon aus, dass der beliebte Dividendenkonzern seine Ausschüttungen für das laufende Geschäftsjahr nur noch um knapp 11 Prozent auf 22,18 Euro anheben wird, nachdem sie im vergangenen Jahr dreimal so stark angehoben worden waren.

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    Der Versicherungsumsatz soll 2025 nun bei rund 61 Milliarden Euro liegen, nachdem die Prognose bereits im Sommer auf 62 Milliarden Euro reduziert worden war. Noch im Frühjahr hatte das Management deutlich höhere Erlöse erwartet. Als Ursachen nennt Munich Re ungünstige Wechselkursentwicklungen, Anpassungen bei den Vertragsprämien und Effekte aus der Erneuerung laufender Policen.

    "Unsere Diversifizierungsstrategie wirkt", sagte Vorstandschef Christoph Jurecka. Die Münchener Rück profitierte von einem außergewöhnlich katastrophenarmen Sommer: Während Naturkatastrophen im Vorjahreszeitraum mehr als 1 Milliarde Euro gekostet hatten, betrugen die Großschäden diesmal nur 118 Millionen Euro. Die Schaden-Kosten-Quote in der Rückversicherung sank dadurch auf 74 Prozent – deutlich besser als die zuvor erwarteten 79 Prozent.

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    Trotz der gedämpften Umsatzperspektive hält das Unternehmen an seinem Gewinnziel von 6 Milliarden Euro für das Gesamtjahr fest. Nach neun Monaten hat die Munich Re bereits 5,18 Milliarden Euro verdient – sie liegt damit voll auf Kurs. Analysten bleiben dennoch skeptisch, ob die Gewinnstabilität anhält, sollte der Rückenwind aus dem niedrigen Schadengeschehen nachlassen oder die Währungsbelastungen weiter zunehmen.

    Der neuerliche Dämpfer beim Umsatz zeigt: Trotz glänzender Quartalszahlen bleibt das Umfeld für Rückversicherer anspruchsvoll. Anleger fragen sich nun, ob Munich Re ihren Spagat zwischen Kostendisziplin, Wachstum und Währungsrisiken langfristig halten kann – oder ob bald auch die Gewinnprognose zur Disposition steht.

    Autor: Ingo Kolf, wallstreetONLINE Redaktion


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    Verfasst vonRedakteurIngo Kolf
    Dividendenperle enttäuscht Munich Re senkt schon wieder Umsatzprognose Trotz eines satten Gewinnsprungs auf 2 Milliarden Euro und deutlich geringerer Großschäden als im Vorjahr enttäuscht die Munich Re die Anleger: Der Rückversicherungsriese hat seine Umsatzprognose zum zweiten Mal in wenigen Monaten gekappt.

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