Nr.1 im MDAX
Fraport-Aktie mit dicken Kursplus: Neues Terminal 3 ist bald startklar
Der Flughafenbetreiber Fraport hat im Sommerquartal überraschend stark verdient – und das trotz einer leicht nach unten korrigierten Passagierprognose. Die Aktie zieht zweistellig an.
- Fraport erzielt starken Gewinn trotz Passagierrückgang.
- Aktie steigt um über 10 Prozent, seit Jahresbeginn +30%.
- Auslandsgeschäft wächst, Terminal 3 bleibt im Zeitplan.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Statt der bisher erwarteten 64 Millionen Passagiere rechnet Fraport in Frankfurt nun nur noch mit etwa 63 Millionen – und damit bleibt das Vorkrisenniveau von 2019 mit 70,6 Millionen Fluggästen weiterhin unerreicht. Konzernchef Stefan Schulte sieht dennoch keinen Grund zur Sorge: Nach einem operativ starken Sommer bleibt er bei den Gewinnzielen für 2025.
Die Fraport-Aktie schoss am Dienstagmorgen um mehr als 10 Prozent in die Höhe und gehörte damit zu den Top-Gewinnern im MDAX. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 30 Prozent an Wert zugelegt.
Im dritten Quartal stagnierte der Umsatz zwar auf Vorjahresniveau bei 1,35 Milliarden Euro. Der operative Gewinn (EBITDA) sprang jedoch um 23 Prozent auf 593 Millionen Euro – deutlich mehr als Analysten erwartet hatten. Der Nettogewinn kletterte sogar um rund 30 Prozent auf 303 Millionen Euro. Haupttreiber war eine außerplanmäßige Rückerstattung aus der betrieblichen Altersversorgung in Höhe von 50 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten summierte sich das operative Ergebnis auf 1,2 Milliarden Euro – fast so viel wie im gesamten Vorjahr.
Während Frankfurt hinter dem Pre-Corona-Niveau zurückbleibt, läuft es im Auslandsgeschäft deutlich besser. Fraport zählte konzernweit 144 Millionen Passagiere in den ersten neun Monaten – ein Plus von 4,6 Prozent und damit wieder auf dem Niveau von 2019. Besonders stark performten die Flughäfen in Griechenland (+21 Prozent), Lima (+8 Prozent) und Antalya (+7 Prozent).
Trotz der schleppenden Entwicklung in Frankfurt hält Fraport am geplanten Start von Terminal 3 im April kommenden Jahres fest. Während der neue Gebäudekomplex in Betrieb geht, wird das in die Jahre gekommene Terminal 2 umfassend saniert – für mindestens fünf Jahre. Rund 57 Airlines, darunter Air France, Emirates und British Airways, ziehen um. Lufthansa bleibt mit ihren Partnern im Terminal 1.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
