Quantenzukunft stockt
Rigetti-Aktie fällt nach Umsatz-Rückschlag
Rigetti Computing enttäuscht trotz kleinerer Verluste mit sinkenden Umsätzen und steigenden Kosten. Die Aktie fällt.
- Rigetti: Umsatz sinkt, Kosten steigen, Aktie fällt.
- Verlust geringer als erwartet, Umsatz enttäuscht Analysten.
- Abhängigkeit von Regierungsaufträgen wird kritisch gesehen.
- Report: Renditeturbo 2026 –
Die Aktie von Rigetti Computing gerät nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen unter Druck. Trotz einer geringeren Verlustquote als erwartet zeigten sich Anleger enttäuscht von den rückläufigen Umsätzen und den weiter steigenden operativen Kosten.
Die Aktie fiel im im nachbörslichen Handel um 2,7 Prozent auf 33,08 US-Dollar. Im Premarket notierte sie am Dienstag weitere 3,3 Prozent tiefer bei 31,99 US-Dollar. Damit hat Rigetti innerhalb weniger Tage über 8 Prozent an Wert verloren. Die Rigetti-Aktien liegen im Jahresverlauf dennoch 117 Prozent im Plus.
Verlust geringer als erwartet – Umsatz enttäuscht
Für das dritte Quartal 2025 meldete Rigetti einen bereinigten Verlust von 3 US-Cent je Aktie, was besser war als die von FactSet erwarteten 5 Cent. Der Umsatz lag mit 1,9 Millionen US-Dollar jedoch unter der Analystenschätzung von 2,2 Millionen US-Dollar und deutlich unter dem Vorjahreswert von 2,38 Millionen US-Dollar.
Der operative Verlust weitete sich auf 20,5 Millionen US-Dollar aus, nach 19,9 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal und 17,3 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum.
Für das Gesamtjahr 2025 rechnet das Unternehmen mit einem Verlust von 29 Cent je Aktie bei einem Umsatz von 8,1 Millionen US-Dollar – nach einem Verlust von 36 Cent und 10,8 Millionen US-Dollar Umsatz im Jahr 2024.
CEO Kulkarni sieht "starkes Momentum"
"Wir sehen anhaltend starkes Momentum bei der Nachfrage nach unseren On-Premises-Systemen und in unseren Forschungskooperationen", sagte CEO Dr. Subodh Kulkarni.
Besonders hob er die Zusammenarbeit mit Nvidia hervor: "Wir freuen uns, Nvidias neue offene Plattform NVQLink zu unterstützen, die die Integration von KI-Supercomputern und Quantencomputern erleichtert. Das ist ein entscheidender Schritt hin zur Entwicklung hybrider Systeme und langfristig zum Erreichen des Quanten-Vorteils."
Rigetti verfolgt damit eine technologiegetriebene Strategie, die sich von Konkurrenten wie IonQ oder D-Wave Quantum unterscheidet. Während andere Unternehmen ihre Technologien aggressiv kommerzialisieren, konzentriert sich Rigetti auf Forschung und staatlich geförderte Entwicklungsprojekte.
Wachsende Abhängigkeit von Regierungsaufträgen
Ein erheblicher Teil der Erlöse stammt aus US-Regierungsverträgen. Zuletzt erhielt Rigetti einen 5,8-Millionen-Dollar-Auftrag der U.S. Air Force Research Laboratory, um die Vernetzung von Quantencomputern zu erforschen.
Analysten sehen diese Abhängigkeit jedoch zunehmend kritisch. Die Investmentbank B. Riley Securities stufte die Aktie vergangene Woche von Buy auf Neutral herab. Begründet durch mögliche Verzögerungen der staatlichen Fördergelder infolge von politischer Unsicherheiten in Washington.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion
Nach den Zahlen von Rigetti hat sich unser Aktienexperte Markus Weingran angeschaut, wie es aktuell bestellt ist um die Titel aus der Branche. Das Thema des Tages ist: Quanten-Aktien – jetzt einsteigen oder nachlegen? Schauen Sie doch mal rein in die neue Folge der wO Börsenlounge!
Die Rigetti Computing Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -2,70 % und einem Kurs von 27,78EUR auf Tradegate (11. November 2025, 12:24 Uhr) gehandelt.

