S&P 500: Das muss passieren, damit der Index auf 7.500 Punkte steigt
Der Markt zeigt sich volatil. Dem KI-Trade scheint ein wenig die Luft auszugehen. Die Experten der UBS halten das aber nur für ein Lüftchen. Sie bleiben bullish.
- Markt volatil, KI-Trade verliert an Schwung.
- UBS bleibt bullish, S&P 500 bis 2026 auf 7.500.
- Konsolidierung erwartet, breitere Rallye ab Q1 2024.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Obwohl Sorgen über die extrem hohen Bewertungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz den Markt in der vergangenen Woche deutlich unter Druck gesetzt haben, dürfte der technologiegetriebene Bullenmarkt im kommenden Jahr neue Höhen erreichen – so die Einschätzung der UBS.
"Im Basisszenario erwarten wir, dass der S&P 500 bis 2026 auf 7.500 Punkte steigt, getragen von rund 14 Prozent Gewinnwachstum – fast die Hälfte davon aus dem Technologiesektor", schreibt Arend Kapteyn, globaler Leiter der Wirtschafts- und Strategieforschung der Bank, in einer aktuellen Mitteilung.
Zwar räumte Kapteyn ein, dass anhaltende Bewertungsbedenken einen "geringfügig negativen" Einfluss auf den Markt haben könnten, doch die Schlüsselwerte im Bereich Künstliche Intelligenz sorgten am Montagvormittag wieder für Auftrieb.
Nach den Verlusten der Vorwoche legten Anleger neue Zuversicht an den Tag, dass der rekordlange Regierungsstillstand in den USA bald beendet sein könnte. Nvidia und Palantir Technologies sprangen um mehr als 4 beziehungsweise 7 Prozent nach oben, während auch Broadcom und Oracle zulegen konnten. Am Mittwoch jedoch sah die Lage wieder etwas verhaltener aus. Der Markt ist in Sachen KI vorsichtiger geworden.
Angesichts von Gewinnerwartungen und Bewertungen, die sich laut Kapteyn "auf dem höchsten Niveau seit vier Jahrzehnten" befinden, rechnet der Ökonom ab dem zweiten Quartal 2026 mit einer "spürbaren Ausweitung und Stärkung des Wachstums". Diese würden jedoch von einer "temporären Delle" begleitet werden, wenn die Auswirkungen Zölle von US-Präsident Donald Trumps das US-Wirtschaftsbild kurzfristig eintrüben könnten.
Der Markt dürfte sich "zunächst konsolidieren, und Qualitätsaktien sollten besser abschneiden", so Kapteyn weiter. "Ab dem späten ersten Quartal erwarten wir dann eine breitere Rallye, die auch niedrigere Qualitätstitel aus den zyklischen Sektoren erfasst."
Kapteyn geht davon aus, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2026 weiter wachsen wird, sieht jedoch in den kommenden vier bis fünf Monaten eine "Schwächephase", da die Zölle die Preise in den USA und die Exporte weltweit belasten dürften.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

