Quartalszahlen enttäuschen

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    Infineon baut auf KI-Power, um Umsatzschwäche zu überwinden

    Infineon kämpft mit schwacher Nachfrage, setzt aber auf den KI-Boom in Rechenzentren als Treiber für neues Wachstum.

    Für Sie zusammengefasst
    • Infineon verzeichnet Umsatzsteigerung, Gewinn sinkt.
    • KI-Boom in Rechenzentren treibt Nachfrage nach Chips.
    • Moderates Wachstum und Investitionen von 2,2 Mrd. Euro.
    • Report: Die Jahresendrallye rollt an
    Quartalszahlen enttäuschen - Infineon baut auf KI-Power, um Umsatzschwäche zu überwinden

    Infineon Technologies AG hat das Geschäftsjahr 2024/2025 mit einem gemischten Ergebnis abgeschlossen. Während der Umsatz leicht auf 3,94 Milliarden Euro zulegte, fiel der operative Gewinn des Konzerns um 14 Prozent auf 717 Millionen Euro. Negative Wechselkurseffekte und eine schleppende Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten belasteten die Bilanz – insbesondere im Automobil- und Industriesegment.

    Viele unserer Kunden agieren derzeit vorsichtig und tätigen überwiegend kurzfristige Bestellungen", erklärte Infineon-Chef Jochen Hanebeck. "Gleichzeitig sehen wir jedoch weltweit eine stark zunehmende Investitionstätigkeit in KI-Infrastrukturen – das treibt die Nachfrage nach unseren leistungsstarken Stromversorgungslösungen für Rechenzentren deutlich an."

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    Verhaltener Ausblick – moderates Wachstum in Sicht

    Im abgelaufenen Geschäftsjahr sank der Konzernumsatz insgesamt um 2 Prozent auf 14,66 Milliarden Euro, die Segmentergebnismarge lag bei 17,5 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,39 Euro. Zudem verzeichnete das Unternehmen aufgrund der Übernahme des Automotive-Ethernet-Geschäfts von Marvell einen negativen Free Cash Flow von 1,05 Milliarden Euro, bereinigt jedoch ein positives Ergebnis von 1,8 Milliarden Euro.

    Für das neue Geschäftsjahr 2025/2026 erwartet der Konzern trotz ungünstiger Währungsentwicklungen ein moderates Umsatzwachstum. Die bereinigte Bruttomarge soll im Bereich der niedrigen 40-Prozent-Marke liegen, die Segmentergebnismarge im hohen Zehnprozentbereich. Geplant sind Investitionen von rund 2,2 Milliarden Euro, vor allem in den Ausbau der Fertigungskapazitäten.

     

    KI als Hoffnungsträger – Power-Chips für Rechenzentren boomen

    Einen Lichtblick sieht Infineon in der rasant wachsenden Nachfrage nach Leistungshalbleitern für KI-Rechenzentren. Das Unternehmen profitiert hier von einem weltweiten Bauboom an Datenzentren, die enorme Mengen an Strom effizient umwandeln und verteilen müssen – eine Kernkompetenz der Infineon-Technologien.

    Hanebeck kündigte an, den Umsatz in diesem Bereich im kommenden Geschäftsjahr auf rund 1,5 Milliarden Euro zu steigern – eine signifikante Anhebung der bisherigen Zielmarke. Bis zum Ende des Jahrzehnts soll der adressierbare Markt für KI-bezogene Stromversorgungslösungen auf 8 bis 12 Milliarden Euro wachsen.

    "Entscheidend für unseren Erfolg werden Innovationskraft, Entwicklungsgeschwindigkeit und Fertigungsqualität sein", betonte Hanebeck. "Infineon verfügt hier über eine exzellente Position und eine breite Kundenbasis."

    Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

    Die Infineon Technologies Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +1,15 % und einem Kurs von 34,31EUR auf Tradegate (12. November 2025, 08:43 Uhr) gehandelt.



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    Verfasst vonRedakteurPascal Grunow
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