Elektronikriese mit Zahlen
Foxconn glänzt dank KI-Boom: Nvidia-Partner meldet Gewinnsprung
Foxconn überrascht mit einem Gewinnsprung von 17 Prozent dank boomender KI-Server-Nachfrage. Der Nvidia-Partner profitiert vom KI-Trend und plant weiteres Wachstum in der zweiten Jahreshälfte.
- Foxconn verzeichnet 17% Gewinnsprung durch KI-Server.
- Umsatz übertrifft Prognosen, starkes Wachstum erwartet.
- Expansion in autonome Fahrzeuge und KI-Rechenzentren.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Der Elektronikriese Foxconn hat im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnanstieg verzeichnet und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der weltweit größte Auftragsfertiger für Elektronik, der offiziell als Hon Hai Precision Industry firmiert, profitierte vor allem vom rasant wachsenden Geschäft mit Servern für künstliche Intelligenz (KI).
Der Nettogewinn im dritten Quartal stieg im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf 57,7 Milliarden Neue Taiwan-Dollar (rund 1,9 Milliarden US-Dollar) und lag damit deutlich über den Prognosen von 50,4 Milliarden NTD. Der Umsatz lag mit 2,06 Billionen NTD (etwa 66 Milliarden US-Dollar) ebenfalls leicht über den Prognosen.
Foxconn, der bislang vor allem als Hersteller von Apples iPhones bekannt ist, baut sein Geschäft mit Hochleistungsservern für KI-Anwendungen massiv aus und ist mittlerweile ein zentraler Produktionspartner von Nvidia. Besonders stark entwickelte sich das Segment "Cloud and Networking", das von der Nachfrage nach KI-Server-Racks getragen wurde.
Für das vierte Quatal rechnet das Unternehmen mit weiterem Wachstum, da die traditionelle Hochsaison mit steigenden Auslieferungen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie zusammenfällt. Gleichzeitig warnt Foxconn vor anhaltender Unsicherheit durch geopolitische Spannungen, Konjunkturrisiken und Wechselkursschwankungen.
Marktbeobachter sehen die strategische Neuausrichtung des Konzerns als klugen Schritt. Laut Ivan Lam, Senioranalyst bei Counterpoint Research, setzt Foxconn auf eine klare "Follow-the-Cash-Strategie": weniger klassische Unterhaltungselektronik, mehr margenstarke Serverproduktion. "Der Kurswechsel zahlt sich aus", so Lam.
Neben KI-Servern expandiert Foxconn auch in Zukunftsbereiche wie autonome Fahrzeuge. So arbeitet das Unternehmen gemeinsam mit Nvidia, Stellantis und Uber an selbstfahrenden Autos der Stufe 4 und unterzeichnete Anfang November ein Memorandum mit Mitsubishi Electric, um weltweit energieeffiziente Lösungen für KI-Rechenzentren zu entwickeln. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung einer datengetriebenen Zukunft.
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

