Kein Umsatz, Mega-Bewertung

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    Oklo schockt mit hohem Verlust – der Atom-Hype wackelt

    Der einstige Favorit der Privatanleger liefert keine Ergebnisse, nur Visionen. Jetzt zweifelt der Markt, ob der Milliardenhype Bestand hat.

    Für Sie zusammengefasst
    • Oklo meldet höheren Verlust als erwartet, Aktie fällt.
    • Keine Einnahmen, aber 400% Kursgewinn seit Jahresbeginn.
    • Politische Spannungen und Druck durch Testreaktoren.
    • Report: Die Jahresendrallye rollt an
    Kein Umsatz, Mega-Bewertung - Oklo schockt mit hohem Verlust – der Atom-Hype wackelt

    Das US-Nuklear-Startup Oklo hat im dritten Quartal einen höheren Verlust als erwartet ausgewiesen. Der Aktienkurs fiel im regulären Handel um 6,6 Prozent, drehte nachbörslich jedoch leicht ins Plus. Die Aktie des Unternehmens, das erst 2024 über eine SPAC-Fusion unter der Leitung von OpenAI-CEO Sam Altman an die Börse gegangen war, bleibt seit Jahresbeginn mit einem Plus von fast 400 Prozent einer der größten Gewinner am Markt.

    Oklo meldete für das dritte Quartal einen Verlust von 20 Cent je Aktie, während Analysten nur mit 13 Cent gerechnet hatten. Der Nettoverlust belief sich auf 29,7 Millionen US-Dollar – deutlich über den erwarteten 18,2 Millionen US-Dollar. Einnahmen erzielte das Unternehmen weiterhin keine. Die F&E-Ausgaben lagen bei 14,9 Millionen US-Dollar, nach 10,2 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Das Unternehmen verfügte zum Quartalsende über 410 Millionen US-Dollar an Barmitteln, hauptsächlich durch den Aktienverkauf im Juni.

    CEO Jacob DeWitte sprach dennoch von Fortschritten. Das US-Energieministerium habe das Sicherheitsdesign für Oklos geplante Brennstofffabrik im Idaho National Laboratory genehmigt – ein entscheidender Schritt für das Reaktorprojekt Aurora-INL. "Fortschrittliche Brennstoffherstellungs- und -recyclingtechnologien stellen einen bedeutenden Durchbruch für unser Geschäft dar", sagte DeWitte. Die Fabrik soll Brennstoff für Oklos ersten kommerziellen Reaktor liefern, der im Rahmen eines staatlichen Pilotprogramms entsteht.

    Oklo steht dabei unter Druck: Laut Regierungsplan müssen bis Juli 2026 mindestens drei Testreaktoren in Betrieb gehen – deutlich früher als Oklos eigener Zeitplan für 2027 oder 2028. Der erste Spatenstich am INL erfolgte im September.

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    Das Start-up ist zu einem Symbol für die Nuklear-Euphorie geworden, die durch den Energiehunger der KI-Industrie befeuert wird. Anleger hoffen, dass Mini-Reaktoren wie die von Oklo die Stromversorgung künftiger Rechenzentren sichern. Kritiker verweisen jedoch auf die fehlenden Einnahmen und den spekulativen Charakter der Bewertung – Oklo kommt trotz null Umsatz auf eine Marktkapitalisierung von mehr als 15 Milliarden US-Dollar.

    Hinzu kommen politische Spannungen: Das Unternehmen gilt als Favorit für staatliche Förderung, nachdem der jetzige US-Energieminister Chris Wright zuvor im Oklo-Vorstand saß. Laut Financial Times könnte das Ministerium Oklo sogar Zugang zu waffenfähigem Plutonium gewähren, was Bank-of-America-Analysten als potenziellen Wettbewerbsvorteil sehen.

    Nach einem Höhenflug bis auf 174 US-Dollar Mitte Oktober hat sich der Kurs zuletzt spürbar abgekühlt. Die Ergebnisse zeigen, dass Oklos Vision weiter auf dem Prüfstand steht – zwischen technologischem Fortschritt, politischen Fragen und der Geduld seiner Investoren.

    Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

    Die Oklo Registered (A) Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -6,55 % und einem Kurs von 104,2USD auf NYSE (12. November 2025, 02:04 Uhr) gehandelt.



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    Verfasst vonRedakteurGina Moesing
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