1 Billion US-Dollar im Visier
AMD will 20 $ Gewinn je Aktie – und Nvidias KI-Dominanz brechen
CEO Lisa Su sieht den KI-Markt bis 2030 auf eine Billion US-Dollar wachsen. Neue Chips, Großaufträge und starke Margen sollen AMD zum Herausforderer von Nvidia machen.
- KI-Markt bis 2030 auf 1 Billion US-Dollar wachsen.
- Umsatz im Rechenzentrum bis 2028 um 60% steigern.
- AMD zielt auf 20 USD Gewinn pro Aktie bis 2028.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Advanced Micro Devices (AMD) hat auf seinem Financial Analyst Day in New York ehrgeizige Wachstumsziele vorgestellt. CEO Lisa Su erklärte, der Umsatz des Konzerns aus dem Rechenzentrumsbereich solle in den kommenden drei bis fünf Jahren um bis zu 60 Prozent steigen, ausgehend von rund 16 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Insgesamt rechnet AMD mit einem jährlichen Gesamtumsatzwachstum von mehr als 35 Prozent, angetrieben durch die "unersättliche" Nachfrage nach KI-Chips.
Su erwartet, dass der Markt für KI-Rechenzentren bis 2030 auf ein Volumen von 1 Billion US-Dollar anwachsen wird. "Ich denke, wir haben immer wieder betont, dass Hochleistungsrechner die Grundlage für alles sind, was wichtig ist", sagte sie. Und weiter: "Die Nachfrage ist einfach unersättlich." Laut CFO Jean Hu wird die Bruttomarge in den kommenden Jahren zwischen 55 und 58 Prozent liegen, die operative Marge soll über 35 Prozent steigen. Das eröffnet laut Hu einen „klaren Weg“ zu einem Gewinn von mehr als 20 US-Dollar pro Aktie bis 2028.
Wesentlichen Anteil am Wachstum soll das Rechenzentrumssegment haben, das derzeit rund 40 Prozent des AMD-Umsatzes ausmacht. Neben den neuen MI450-Grafikprozessoren arbeitet AMD an der MI500-Serie und einem Helios-Rack-Scale-System, das Hyperscaler, Regierungen und KI-Unternehmen adressiert. Su bekräftigte, dass AMD bis 2027 "Umsätze in zweistelliger Milliardenhöhe" mit KI-Chips erzielen könne und mittelfristig einen "zweistelligen" Marktanteil im Segment der Rechenzentrums-GPUs anstrebt – in einem Bereich, der aktuell von Nvidia mit rund 90 Prozent dominiert wird.
Zu den Großkunden zählen OpenAI, Oracle und Meta. AMD wird ab 2026 rund 50.000 Chips an Oracle liefern und ein Gigawatt an Grafikleistung für OpenAI bereitstellen, mit der Option auf sechs Gigawatt im Endausbau. "Wenn die Nutzung von KI so stark zunimmt, wie wir erwarten, wird es meiner Meinung nach reichlich Finanzierungen geben", sagte Su in Bezug auf Zweifel, ob OpenAI die Lieferungen finanzieren könne.
Auch abseits der KI will AMD zulegen. Der Marktanteil bei Server-CPUs soll von 40 auf 50 Prozent steigen, während das Client-Geschäft – Gaming und PC-Chips – um mehr als 10 Prozent wachsen soll. Die Aktie von AMD haussiert nachbörslich, hat sich 2025 fast verdoppelt und outperformt damit sowohl Nvidia als auch den Nasdaq.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

