Barrenstarkes Comeback
Gold dreht wieder auf – und 2026 soll’s richtig krachen!
Nach der Korrektur zieht das Edelmetall wieder an. Analysten von UBS, JPMorgan und Goldman Sachs erwarten neue Allzeithochs – getragen von Zentralbanken, Defiziten und einem schwächeren US-Dollar.
- Goldpreis erholt sich, Analysten erwarten neue Höchststände.
- Zentralbanken kaufen massiv, stützen den Markt nachhaltig.
- Strukturelle Faktoren treiben Goldpreis bis 5.000 USD.
- Report: Platzt die Alles‑Blase?
Der Goldpreis hat seine jüngste Schwächephase rasch abgeschüttelt. Nach dem Rückgang unter 4.000 US-Dollar pro Unze notiert das Edelmetall wieder bei rund 4.100 US-Dollar – nur wenige Prozent unter dem Rekordhoch von 4.381 US-Dollar, das es im Oktober erreicht hatte. Strategen großer Investmenthäuser sehen das Ende des Bullenmarkts damit längst nicht gekommen.
Laut einem Bericht der UBS könnte Gold bereits 2026 oder 2027 auf 5.000 US-Dollar steigen. "Die Kernpositionen werden widerstandsfähiger. Gold wird zunehmend als langfristiger strategischer Vermögenswert und als Kernbestandteil der Vermögensallokation angesehen", schreiben die UBS-Analysten. Sie verweisen auf die zunehmende Diversifizierung von Zentralbanken, das starke Interesse privater Anleger und die sinkenden Realrenditen, die den Goldpreis strukturell stützen dürften.
Auch andere Häuser teilen den Optimismus. JPMorgan und Goldman Sachs prognostizieren für Ende 2026 jeweils rund 5.055 US-Dollar pro Unze, während Morgan Stanley 4.400 US-Dollar erwartet. Die Einschätzungen spiegeln einen seltenen Konsens wider: geopolitische Unsicherheit, Schuldenlast und geldpolitische Lockerung treiben Anleger in Sachwerte.
Der Trend erhält Rückenwind von massiven Käufen der Zentralbanken. Nach Angaben des World Gold Council planen 43 Prozent der Notenbanken, ihre Bestände 2026 weiter aufzustocken. Sprott Asset Management spricht von einem "Gold-Put der Zentralbanken", da deren Käufe Rückgänge abfedern und wie eine Absicherung wirken. "Die Kräfte, die Defizite und Währungsabwertung vorantreiben, sind eher struktureller als zyklischer Natur", schreibt Sprott-Analyst Paul Wong.
Auch technische Faktoren untermauern die Rallye. Laut 22V Research blieb Gold trotz Korrektur über seinem 50-Tage-Durchschnitt – ein Signal für anhaltende Stärke. "Die Tatsache, dass Gold selbst nach einem so starken Rückgang weiterhin einen sehr deutlichen Aufwärtstrend aufweist, legt nahe, dass man bei solchen Rückgängen weiter nachkaufen sollte", so Jeff Jacobson.
Kurzfristig könnte es zwar zu Schwankungen kommen, doch viele Experten sehen die Voraussetzungen für den nächsten Meilenstein gegeben. Pictet Asset Management verweist auf sinkende Realzinsen, einen schwächeren US-Dollar und die Gefahr wachsender Haushaltsdefizite. Selbst die Weltbank erwartet bis 2026 einen Durchschnittspreis von 3.575 US-Dollar und betont, dass "außerordentlich hohe Käufe der Zentralbanken ein besonderes Merkmal der aktuellen Phase" seien.
Damit bleibt Gold auf Kurs, seine Rolle als sicherer Hafen weiter auszubauen – und das Preisziel von 5.000 US-Dollar wirkt angesichts der strukturellen Kräfte aus Defiziten, Währungsabwertung und geopolitischer Unsicherheit längst nicht mehr utopisch.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion
Gold wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,05 % und einem Kurs von 4.124USD auf Lang & Schwarz (12. November 2025, 14:19 Uhr) gehandelt.
