Britischer Vermögensverwalter
Blue Whale setzt auf Gold: Fondsmanager nennt diese Minen-Aktie "Top-Wette"
Blue Whale Capital setzt auf Gold: Fondsmanager Stephen Yiu nennt Newmont als Top-Wette für das Jahresende – und warnt vor Risiken für den US-Dollar als globale Leitwährung.
- Blue Whale Capital setzt auf Gold, sieht Potenzial.
- Newmont als Top-Position, trotz späterem Einstieg.
- US-Dollar-Schwäche und Defizit stärken Gold-Nachfrage.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Trotz der jüngsten Korrektur am Markt sieht der britische Vermögensverwalter Blue Whale Capital in Gold weiterhin erhebliches Potenzial. Stephen Yiu, Fondsmanager und Chief Investment Officer des Blue Whale Growth Fund, erklärte in einem Interview mit CNBC, dass der US-Goldkonzern Newmont zu den wichtigsten Positionen seines Portfolios zählt.
Zwar räumte Yiu ein, dass der Einstieg in den Goldsektor "etwas spät" erfolgt sei. Dennoch sieht er die makroökonomischen Rahmenbedingungen als Treiber für weitere Kursgewinne. Insbesondere die wachsenden Sorgen über das hohe Haushaltsdefizit der USA und die Diskussion um die Rolle des US-Dollars als globale Leitwährung könnten Gold zusätzlichen Auftrieb verleihen.
Blue Whale hat jüngst eine bedeutende Position in der Newmont Corporation aufgebaut, dem größten Goldproduzenten der Welt mit Minen in den USA, Lateinamerika, Afrika und Australien. Die Aktie zählt laut Yiu inzwischen zu den zehn größten Positionen des Fonds, der sich auf große Unternehmen aus entwickelten Märkten konzentriert.
Newmont meldete für das dritte Quartal einen Nettogewinn von 1,8 Milliarden US-Dollar und einen Umsatz von 5,52 Milliarden US-Dollar – beide Werte lagen über den Erwartungen der Analysten. Die Goldproduktion lag bei rund 1,4 Millionen Unzen.
Seit Jahresbeginn ist der Aktienkurs von Newmont um beeindruckende 137 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg ist auf den historischen Goldpreisanstieg von über 4.000 US-Dollar je Unze im Oktober zurückzuführen.
Obwohl sich der Preis inzwischen leicht abgekühlt hat, liegt Gold mit einem Plus von über 50 Prozent seit Jahresbeginn weiterhin auf Rekordniveau. Yiu betonte, dass nicht nur die Schwäche des US-Dollars, sondern vor allem strukturelle Vertrauensprobleme in die US-Finanzpolitik diesen Trend verstärken könnten.
"Es geht um mehr als die kurzfristige US-Dollar-Schwäche", so Yiu. "Das Defizit und die Frage nach der künftigen Rolle des US-Dollars treiben Anleger in reale Werte – und Gold bleibt dabei ein zentraler Profiteur."
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

