Deal wird ignoriert

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    US-Sojabohnen bleiben liegen, keine Lieferungen an China

    Chinas Einkäufe von US-Sojabohnen stagnieren, obwohl Washington ein großes Handelsabkommen angekündigt hat. Analysten sehen mehr Diplomatie als Deal.

    Für Sie zusammengefasst
    • Chinas Sojabohnenkäufe stagnieren trotz Handelsabkommen.
    • Zweifel an Chinas Kaufverpflichtungen, eher diplomatisch.
    • Hohe US-Zölle und Preise bremsen chinesische Käufe.
    • Report: Platzt die Alles‑Blase?
    Deal wird ignoriert - US-Sojabohnen bleiben liegen, keine Lieferungen an China

    Chinas Käufe von amerikanischen Sojabohnen haben sich weniger als zwei Wochen nach der Verkündung eines weitreichenden Handelsabkommens mit den Vereinigten Staaten deutlich verlangsamt. Händler, die anonym bleiben wollten, berichten, dass sie von neuen Lieferungen nichts wissen. Dies wirft Zweifel auf, ob der größte Importeur von US-Sojabohnen die von der US-Regierung prognostizierten Mengen tatsächlich abnehmen wird.

    Washington erklärte, Peking habe sich verpflichtet, bis Ende dieses Jahres 12 Millionen Tonnen Sojabohnen zu kaufen, gefolgt von 25 Millionen Tonnen jährlich über die nächsten drei Jahre. China habe diese konkreten Kaufzusagen jedoch noch nicht bestätigt. Das Land hat zwar die Zölle auf amerikanische Sojabohnen reduziert und Importverbote für drei US-Exporteure aufgehoben, darunter CHS, was als Reaktion auf ähnliche Zugeständnisse Washingtons gewertet wird.

    Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Zusagen

    "Innerhalb der Branche sehen viele die gemeldete Verpflichtung Chinas, 12 Millionen Tonnen US-Sojabohnen zu kaufen, eher als diplomatisches Signal denn als festes Handelsabkommen", sagt Kang Wei Cheang, Agrarbroker bei der StoneX Group in Singapur.

    China hat in den vergangenen Monaten massiv Sojabohnen aus Südamerika gekauft, um seine Bezugsquellen zu diversifizieren. "Unabhängig von einem Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten wird die chinesische Nachfrage in den kommenden Monaten niedriger ausfallen", erklärt Vitor Pistoia, leitender Analyst für Getreide und Ölsaaten bei der Rabobank.

    Marktbedingungen bremsen US-Exporte

    Chinesische Verarbeitungsbetriebe müssen zwar einige Lieferungen für Dezember und Januar abdecken, bevor die neue Ernte aus Brasilien verfügbar ist, doch diese Mengen werden voraussichtlich nur wenige Millionen Tonnen betragen. Damit liegt der Bedarf an US-Sojabohnen deutlich unter den von Washington angeführten Zielmengen für dieses Jahr.

    Zudem gelten auf US-Sojabohnen noch immer 13 Prozent Zoll, was die Verarbeitung für chinesische Händler unprofitabel macht. Cheang ergänzt:

    "US-Sojabohnen sind im Vergleich zu südamerikanischen Bohnen teurer, auch aufgrund des Preissprungs nach der Ankündigung des Handelsdeals."

    Mit der planmäßigen Aussaat in Brasilien und der Erwartung neuer Lieferungen zwischen Ende Januar und Anfang Februar zögern chinesische Käufer, kurzfristig große Mengen aus den Vereinigten Staaten zu sichern. Die bisherigen Käufe erfolgten vor allem über staatliche Unternehmen, möglicherweise für Lagerbestände, während kommerzielle Käufer nun mit Brasilien um das schnell schwindende Verkaufsfenster konkurrieren.

    Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion

    Die Währung USD/CNY wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,34 % und einem Kurs von 7,112CNY auf Forex (12. November 2025, 16:46 Uhr) gehandelt.


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    Verfasst vonRedakteurSaskia Reh
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