Panzer, Munition, Technik
Rheinmetall vor dem Milliarden-Feuerwerk: 52 Milliarden Euro Umsatz bis 2030?
Rheinmetall bleibt laut Berenberg einer der größten Profiteure der europäischen Aufrüstung – mit zweistelligem Wachstumspotenzial bis 2030
- Rheinmetall profitiert stark von europäischer Aufrüstung.
- Umsatzprognose bis 2030: bis zu 52 Milliarden Euro.
- Wachstumstreiber: Fahrzeugsysteme und Waffenproduktion.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Kurz vor dem Kapitalmarkttag am 17. und 18. November sorgt die Berenberg Bank mit einer ambitionierten Prognose für Gesprächsstoff: Die Analysten erwarten, dass Rheinmetall seinen Umsatz bis 2030 auf 41 Milliarden Euro steigern kann – im optimistischen "Blauer-Himmel"-Szenario sogar auf 52 Milliarden Euro.
Trotz leicht gesenktem Kursziel von 2.300 Euro (zuvor 2.330 Euro) bekräftigt die Bank ihr Kaufvotum. Die Bewertung sei mit einem PEG-Verhältnis von 1,5 weiterhin attraktiv, so Berenberg. Die Rheinmetall-Aktie ist von ihrem Rekordhoch Anfang Oktober spürbar zurückgekommen und am Mittwoch leicht im Plus bei 1750 Euro.
Optimistisch stimmt die Experten der Auftragsbestand von rund 63 Milliarden Euro. Dabei wächst der Bereich Fahrzeugsysteme besonders stark, wo die Analysten bis 2030 Erlöse von 14,1 Milliarden Euro erwarten – angetrieben von Schützenpanzern und Logistikfahrzeugen. In einem Best-Case-Szenario wären sogar 19,3 Milliarden Euro Umsatz drin.
Auch die Waffen- und Munitionssparte bleibt ein Wachstumstreiber: Fast die Hälfte der geschätzten 12,2 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2030 dürfte auf 155-mm-Artillerie entfallen. In einem optimistischen Szenario wären bis zu 16 Milliarden Euro möglich.
Bei den Elektronischen Lösungen erwartet Berenberg bis zu 10 Milliarden Euro Umsatz, getrieben von Digitalisierungsprogrammen und Flugabwehrsystemen. Die geplante Integration der NVL-Werftengruppe soll zusätzlich bis zu 5 Milliarden Euro beitragen, mit weiterer M&A-Phantasie obendrauf.
Strategisch hat Rheinmetall zudem den Ausstieg aus dem klassischen Kolbengeschäft eingeleitet. Unterdessen gilt der verbliebene Automotive-Bereich als nicht-strategisch, sein EBIT-Beitrag dürfte 2025 nur noch rund 5 Prozent betragen.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die Rheinmetall Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,89 % und einem Kurs von 1.748EUR auf Tradegate (12. November 2025, 13:13 Uhr) gehandelt.
