Historischer Stillstand endet
Trump beendet Rekord-Shutdown – Märkte und Amis atmen auf
Donald Trump hat das Notfallgesetz zur Beendigung des 43-tägigen Shutdowns unterzeichnet. Der längste Shutdown in der US-Geschichte ist vorbei. Millionen Amerikaner und die Finanzmärkte atmen auf. US-Futures steigen.
- Trump beendet 43-tägigen Shutdown mit Notfallgesetz.
- US-Behörden kehren schrittweise in Normalbetrieb zurück.
- Märkte reagieren positiv, politische Unsicherheit bleibt.
- Report: Renditeturbo 2026 –
Der längste Stillstand in der Geschichte der US-Regierung ist vorbei: In der Nacht zum Donnerstag hat Präsident Donald Trump ein Übergangsgesetz unterzeichnet und damit das 43-tägige Haushaltsdrama beendet. Millionen Amerikaner können aufatmen, doch die politischen Fronten bleiben verhärtet und ein neuer Finanzkonflikt ist bereits programmiert.
"Mit meiner Unterschrift wird die Bundesverwaltung nun wieder ihre normale Arbeit aufnehmen", sagte Trump im Weißen Haus.
Mit der Unterschrift des Präsidenten kehren die US-Behörden schrittweise in den Normalbetrieb zurück. Dennoch warnen Fachministerien, dass es Tage oder sogar Wochen dauern könnte, bis die durch den Stillstand entstandenen Rückstände abgearbeitet sind. Besonders im Flugverkehr bleibt die Lage angespannt. Das Verkehrsministerium rechnet damit, dass Einschränkungen an großen Flughäfen noch rund eine Woche bestehen bleiben.
Ökonomisch hat der Shutdown deutliche Spuren hinterlassen. Laut Berechnungen des "Congressional Budget Office" dürfte eine sechswöchige Schließung das Wachstum im laufenden Quartal um 1,5 Prozentpunkte drücken. Ein Teil dieser Lücke könnte bis 2026 aufgeholt werden, wenn ausstehende Gehälter und Programme ausgezahlt werden. Die Störung für Haushalte und Unternehmen bleibt jedoch erheblich.
Besonders hart getroffen wurde der soziale Bereich. Im November hatten Millionen Bürger keinen Anspruch auf Lebensmittelhilfe, da die Abwicklung des Programms durch die Blockade ins Stocken geraten war.
Auch Airlines wie Delta Air Lines warnen vor Belastungen im Quartalsergebnis aufgrund zahlreicher Flugausfälle.
Politisch markiert das Ende des Shutdowns keinen Durchbruch, sondern lediglich einen Waffenstillstand. Das Übergangsbudget finanziert große Teile der Regierung nur bis zum 30. Januar, anschließend droht das nächste Duell um Gesundheitsausgaben und Subventionen. Im Kongress blieben die Fronten zuletzt verhärtet: Ein Teil der Demokraten stimmte nur zu, da im Dezember eine Abstimmung über eine Verlängerung der Zuschüsse für die Krankenversicherung "Obamacare" zugesagt wurde. Ob diese Mehrheit zustande kommt, ist offen.
Erleichterung auch an den Märkten
Die US-Aktienfutures zeigen sich vorbörslich freundlich: Der Nasdaq-100-Kontrakt für Dezember 2025 legt am Donnerstagmorgen um 0,27 Prozent auf 25.692 Punkte zu und führt damit die Erholung an. Dow-Jones-Futures steigen um 0,21 Prozent auf 48.471 Punkte, der S&P-500-Futures legen moderat um 0,16 Prozent auf 6.886,50 Punkte zu. Diese leichte Aufwärtsbewegung signalisiert eine stabile Risikostimmung vor Handelsbeginn.
Für die Märkte bringt das Ende der Blockade zudem mehr Transparenz: Die Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten soll in den kommenden Tagen neu terminiert werden. Die politische Unsicherheit bleibt jedoch bestehen und könnte bereits Anfang 2026 erneut eskalieren.
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion

