Energie-Goldrausch
UBS sieht Speicher-Boom: Künstliche Intelligenz entfacht Energie-Revolution!
Der Energiehunger von KI-Datenzentren in den USA entfacht laut der UBS in den nächsten fünf Jahren einen globalen Boom bei Energiespeichern.
- KI-Datenzentren treiben globalen Boom bei Energiespeichern.
- USA bleibt Schlüsselmarkt, politische Risiken steigen.
- China profitiert von Preisfindungen und Kapazitätszahlungen.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Die Nachfrage nach Energiespeichern steht vor einem explosionsartigen Wachstum. Grund ist der enorme Strombedarf von KI-Rechenzentren in den USA, der laut UBS Securities in den kommenden fünf Jahren einen "Boom-Zyklus" für Speichertechnologien auslösen wird.
Stromhunger der künstlichen Intelligenz
"Die Nachfrage nach KI-Datenzentren in den USA ist sehr robust, aber Elektrizität ist der größte Engpass", sagte UBS-Analystin Yan Yishu bei einer Pressekonferenz in Hongkong. Erneuerbare Energien seien das einzige Segment, das in den nächsten Jahren deutlich wachse. Da Wind- und Solarstrom jedoch unregelmäßig anfallen, steige der Bedarf an Batterien, um Energie zwischenzuspeichern und Netzschwankungen auszugleichen.
Die UBS rechnet damit, dass die globale Nachfrage nach Energiespeichern im Jahr 2026 um rund 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen könnte.
USA bleibt Schlüsselmarkt – aber Risiken steigen
Für chinesische Hersteller sei der US-Markt entscheidend. Rund 20 Prozent ihres Geschäfts entfielen auf die Vereinigten Staaten, erklärte Yan. Besonders attraktiv seien die hohen Margen. Dennoch drohen politische Hürden: Das von Präsident Trump vorgeschlagene "One Big Beautiful Bill" enthalte Bestimmungen, die die Beteiligung chinesischer Unternehmen im amerikanischen Energiesektor einschränken könnten. "Das ist das größte Risiko für chinesische Exporte in die USA", warnte Yan.
Während der US-Markt lukrativ bleibt, erwartet die UBS in aufstrebenden Regionen wie dem Nahen Osten, Lateinamerika, Afrika und Südostasien die höchsten Wachstumsraten – zwischen 30 und 50 Prozent oder sogar mehr.
Preissignale befeuern Speicherprojekte in China
Auch in China selbst könnten Energiespeicher profitieren. Die Einführung von marktbasierten Preisfindungen bei erneuerbaren Energien ermögliche es, Strom günstig zu speichern und teuer zu verkaufen. Eine Preisdifferenz von 0,4 Yuan – etwa 0,06 US-Dollar – pro Kilowattstunde reiche bereits aus, damit sich unabhängige Speicherprojekte rechnen, so Yan.
UBS erwartet zudem, dass chinesische Provinzen sogenannte Kapazitätszahlungen einführen werden. Damit sollen Betreiber von Batteriespeichern für ihre Bereitschaft, Energie bei Bedarf bereitzustellen, zusätzlich vergütet werden – ein weiterer Anreiz für Investitionen in Speichertechnologien.
Die UBS sieht in der kommenden Dekade einen tiefgreifenden Wandel des Energiemarkts. Die Kombination aus wachsendem Strombedarf durch KI, politischen Risiken und neuen Marktmechanismen macht Energiespeicherung zu einem der spannendsten Wachstumsfelder der globalen Energiewirtschaft.
Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion
Die UBS Group Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +1,94 % und einem Kurs von 34,36EUR auf Lang & Schwarz (12. November 2025, 16:20 Uhr) gehandelt.

