Aktie legt am Mittwoch zu
Tui hebt ab: Gewinne sprudeln dank Kreuzfahrt- und Hotel-Boom
Die Tui-Aktie springt am Mittwochnachmittag überraschend an. Der Grund: Die Hannoveraner melden einen kräftigen Gewinnsprung im abgelaufenen Geschäftsjahr.
- Tui-Aktie springt nach starkem Gewinnsprung an.
- Ebit steigt um 9 % auf über 1,4 Milliarden Euro.
- Umsatzwachstum bleibt mit 4,4 % hinter Erwartungen.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Die Geschäfte von Europas größtem Reisekonzern haben im abgelaufenen Geschäftsjahr kräftig zugelegt – vor allem dank starker Nachfrage nach Kreuzfahrten und Hotelurlauben. Wie der Reisekonzern überraschend am Mittwoch mitteilte, kletterte das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) um 9 Prozent auf über 1,4 Milliarden Euro. Währungsbereinigt liegt das Plus sogar bei 12,6 Prozent – deutlich mehr als vom Vorstand noch im Sommer in Aussicht gestellt.
"Rekordergebnisse in unseren Hotel- und Kreuzfahrtsegmenten haben diesen Erfolg möglich gemacht", erklärte CEO Sebastian Ebel. Das integrierte Geschäftsmodell habe sich einmal mehr als widerstandsfähig erwiesen.
Beim Umsatz blieb das Wachstum dagegen hinter den Erwartungen zurück: Mit einem Plus von 4,4 Prozent auf 24,2 Milliarden Euro verfehlte Tui das eigene Jahresziel von 5 bis 10 Prozent. Analysten hatten im Vorfeld mit noch höheren Erlösen gerechnet, sehen das operative Ergebnis jedoch im Rahmen.
Die Tui-Aktie reagierte positiv auf die vorab veröffentlichten Eckdaten und drehte am Nachmittag rund 4,1 Prozent deutlich ins Plus.
Mit dem Rückenwind aus dem Rekordjahr dürfte Tui optimistisch ins neue Geschäftsjahr starten. Ob der Konzern den eingeschlagenen Wachstumskurs trotz geopolitischer Unsicherheiten und Inflationsdruck fortsetzen kann, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen. Klar ist: Hotels und Kreuzfahrten sind weiter das Zugpferd – und der nächste Sommer kommt bestimmt.
Am 10. Dezember will Europas größter Touristikkonzern seine finalen Jahreszahlen vorlegen. Dann wird auch erwartet, dass der Vorstand konkrete Pläne zur künftigen Ausschüttungspolitik vorstellt.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
