Ambitionierte Ziele

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    Siemens hebt Prognose an und plant Verdoppelung des Digitalgeschäfts

    Siemens hat neue Quartalszahlen veröffentlicht und richtet den Fokus nun klar auf den Ausbau des Digitalgeschäfts und die bevorstehende Healthineers-Abspaltung.

    Für Sie zusammengefasst
    • Siemens fokussiert auf Digitalisierung und KI-Ausbau.
    • Rückzug aus Healthineers bis 2026 geplant.
    • Rekordjahr 2024/25 trotz schwächerem Quartal.
    • Report: Die Jahresendrallye rollt an
    Ambitionierte Ziele - Siemens hebt Prognose an und plant Verdoppelung des Digitalgeschäfts

    Siemens hat neue Quartalszahlen vorgelegt und zugleich einen klaren Strategiewechsel skizziert: Nach dem geplanten Rückzug aus Healthineers will der Konzern seinen Fokus deutlich auf Digitalisierung, Automatisierung und KI verlagern. Vorstandschef Roland Busch präsentierte dazu ambitionierte Wachstumspläne.

    Digitalgeschäft soll sich verdoppeln

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    Im Rahmen des neuen ONE Tech Company Programms hebt Siemens seine mittelfristige Umsatzambition von bisher 5 bis 7 Prozent auf 6 bis 9 Prozent an. Bereits für das neue Geschäftsjahr erwartet der Konzern ein vergleichbares Wachstum zwischen 6 und 8 Prozent, nach 5 Prozent im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/25.

    Zentrales Element der Strategie ist der massive Ausbau des Digitalgeschäfts. Busch kündigte an, die digitalen Umsätze in den kommenden fünf Jahren mit jährlichen Wachstumsraten von 15 Prozent zu verdoppeln. Siemens investiert dazu stark in Software, Simulation, Cloud-Lösungen und insbesondere in künstliche Intelligenz.

    "Wir skalieren unsere KI-Angebote mit 1 Milliarde Euro in den nächsten drei Jahren und stärken unsere Position in Wachstumsmärkten wie den USA, China und Indien", sagte Busch. Der Konzern werde damit sein Profil als globaler Anbieter für Industrie- und Gebäudeautomatisierung weiter schärfen.

    Strategischer Rückzug aus Healthineers

    Der Umbau geht einher mit einem schrittweisen Rückzug aus Siemens Healthineers, das 2018 an die Börse gebracht wurde. In einem ersten Schritt sollen 30 Prozent der Anteile direkt an Siemens-Aktionäre übertragen werden. Die Entkonsolidierung soll rechtlich bis Frühjahr 2026 geklärt werden.

    Damit fällt der Siemens-Anteil auf maximal 37 Prozent. Mittelfristig soll die Tochter nur noch eine reine Finanzbeteiligung sein.

     

    Ein Rekordjahr trotz schwächelndem viertem Quartal

    Siemens bezeichnete das abgeschlossene Geschäftsjahr als historisches Rekordjahr. Der Nettogewinn stieg um 16 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro und erreichte damit zum dritten Mal in Folge einen Höchststand. Gleichzeitig erzielte das Unternehmen sowohl im vierten Quartal als auch im Gesamtjahr einen Rekord beim Free Cash Flow. Der Dividendenvorschlag soll entsprechend steigen, und zwar von 5,20 Euro im Vorjahr auf 5,35 Euro je Aktie.

    Gleichzeitig zeigten die jüngsten Quartalszahlen aber, dass der Konzern den Übergang in die nächste Wachstumsphase nicht ohne Gegenwind meistert. Der industrielle Gewinn lag mit 3,19 Milliarden Euro knapp unter den Schätzungen der Analysten, die 3,32 Milliarden Euro erwartet hatten. Beim Umsatz erreichte Siemens mit 21,43 Milliarden Euro immerhin die Prognosen, doch der Nettogewinn blieb mit 1,84 Milliarden Euro hinter den Erwartungen von 2,18 Milliarden Euro zurück.

    Ausblick

    Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet Siemens mit einem Umsatzwachstum zwischen 6 und 8 Prozent sowie einem Ergebnis je Aktie vor PPA-Effekten (Gewinnausweis ohne Übernahme-bedingte Abschreibungen) zwischen 10,40 und 11,00 Euro. Der Konzern plant, die Profitabilität durch ein fokussiertes Portfolio und den fortgesetzten Ausbau des digitalen Angebots weiter zu steigern.

    Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

    Die Siemens Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -4,04 % und einem Kurs von 242,5EUR auf Tradegate (13. November 2025, 08:25 Uhr) gehandelt.



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    Verfasst vonRedakteurPascal Grunow
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