Anleger steigen ein
Deutsche Telekom legt nach – 2025 gibt es die höchste Dividende ihrer Geschichte
Die Telekom macht ernst und liefert ihr stärkstes Dividenden-Versprechen aller Zeiten. Nach einem soliden Quartal wird auch die Prognose für das Gesamtjahr angehoben.
- Rekorddividende und Prognoseanhebung für 2023.
- Starkes US-Geschäft und Glasfaseranschlüsse boomen.
- Dividende 2025 auf 1 Euro, Aktienrückkäufe geplant.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Die Deutsche Telekom hat im dritten Quartal solide Zahlen vorgelegt und zugleich eine Rekorddividende angekündigt. Europas größter Telekomkonzern profitiert weiterhin stark vom US-Geschäft, während der Heimatmarkt Deutschland durch wachsende Glasfaseranschlüsse Rückenwind liefert.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen nach Leasing (Ebitda AL) lag mit 11,1 Milliarden Euro im Rahmen der Erwartungen. Der Umsatz stieg leicht um 1,5 Prozent auf 28,9 Milliarden Euro. Währungsbereinigt betrug das Plus 3,3 Prozent. Der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn sank hingegen um 17,9 Prozent auf 2,43 Milliarden Euro, das Ergebnis je Aktie von 0,60 auf 0,50 Euro.
Für das Gesamtjahr erhöhte das Management seine Prognose: Der Konzern erwartet nun ein bereinigtes Ebitda AL von rund 45,3 Milliarden Euro statt zuvor mehr als 45 Milliarden sowie einen freien Cashflow nach Leasing von etwa 20,1 Milliarden Euro. Die Prognoseanhebung geht vor allem auf die starke Entwicklung der US-Tochter T-Mobile und die jüngste Übernahme des regionalen Anbieters UScellular zurück, die den Serviceumsatz um rund 400 Millionen US-Dollar steigen ließ.
In Deutschland verzeichnete die Telekom ein Rekordquartal im Glasfasergeschäft: 155.000 neue Haushalte wurden ans Netz angeschlossen – der höchste Wert in der Unternehmensgeschichte. Zudem gewann der Konzern 314.000 neue Mobilfunk-Vertragskunden hinzu. Das organische Wachstum im europäischen Ausland lag bei 4,6 Prozent.
Für 2025 plant die Telekom eine Anhebung der Dividende von 90 Cent auf 1 Euro je Aktie – so hoch wie nie zuvor. Zudem sollen 2026 eigene Aktien im Wert von bis zu 2 Milliarden Euro zurückgekauft werden. Konzernchef Timotheus Höttges betonte, die starke Cashflow-Entwicklung ermögliche es dem Unternehmen, die Anteilseigner stärker am Erfolg zu beteiligen.
Der Konzern bleibt damit auf Rekordkurs: Während der Wettbewerb im deutschen Mobilfunk wegen Preisdrucks hoch bleibt, sichert die starke Position in den USA die Ertragsbasis. Die Telekom-Aktie legte nach den Zahlen zu und notierte zuletzt bei rund 27,70 Euro – unterstützt durch die Aussicht auf eine höhere Dividende und stabile Wachstumsraten.
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

