Chipfertigungsanlagen-Konzern
Applied Materials: Umsätze gehen zurück – Aktie geht nachbörslich auf Talfahrt
Applied Materials rutscht beim Umsatz ab, hofft aber auf eine spürbare Erholung ab 2026. Neue Exportregeln und ein verhaltener Ausblick bremsen den Hersteller von Chipfertigungsanlagen. Die Aktie verliert nachbörslich.
- Umsatzrückgang bei Applied Materials, Erholung 2026 erwartet.
- Exportregeln und schwacher Ausblick belasten Geschäft.
- Aktie verliert nachbörslich, Konkurrenz wächst stark.
- Report: Renditeturbo 2026 –
Applied Materials, der weltweit größte Hersteller von Chipfertigungsanlagen, hat im abgelaufenen Quartal einen Rückgang beim Umsatz verbucht. Auch für die nächsten drei Monate sieht das Unternehmen wenig Besserung. Erst in der zweiten Jahreshälfte 2026 rechnet das Management mit einer spürbaren Erholung der Nachfrage.
Für das laufende erste Fiskalquartal bis Ende Januar peilt das Unternehmen einen Umsatz von rund 6,85 Milliarden US-Dollar an. Das liegt zwar leicht über den Erwartungen der Analysten, bedeutet im Jahresvergleich aber trotzdem ein Minus von mehr als 4 Prozent. Die Belastung durch die verschärften US-Exportregeln gegenüber China drückt weiterhin auf das Geschäft, obwohl der chinesische Markt für Applied Materials von zentraler Bedeutung ist.
Im vierten Geschäftsquartal, das am 26. Oktober endete, sank der Umsatz um 3 Prozent auf 6,8 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn ohne bestimmte Posten belief sich auf 2,17 US-Dollar pro Aktie. Analysten hatten einen Umsatz von 6,67 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 2,11 US-Dollar pro Aktie prognostiziert.
Trotz der schwächeren Entwicklung gibt sich das Management mittelfristig optimistisch. Der Finanzchef des Unternehmens betonte, dass man die internen Strukturen bereits so ausrichte, dass man ab der zweiten Hälfte des Kalenderjahres 2026 eine höhere Nachfrage bedienen könne. Gespräche mit Kunden ließen eine Trendwende erwarten.
Die Börse reagierte verhalten. Die Aktie gab im nachbörslichen Handel rund 4,5 Prozent nach. Zwar liegt das Papier seit Jahresbeginn deutlich im Plus, doch Konkurrenten wie Lam Research oder KLA haben wesentlich stärker zugelegt.
*ab 500 Euro Ordervolumen, zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion
