Krypto fällt
Shutdown-Ende bringt keine Wende – ETH, BTC fallen, nur XRP trotzt dem Trend
Trotz Shutdown-Ende stürzen die Krypto-Kurse weiter ab, während allein XRP dank der bevorstehenden ETF-Notierung glänzt.
- Krypto-Markt fällt trotz Shutdown-Ende weiter ab.
- Bitcoin bei 102.920 USD, Ethereum bei 3.500 USD.
- XRP profitiert von bevorstehendem Spot-ETF-Start.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Die Erleichterung über das Ende des längsten Shutdowns in der Geschichte der USA währt an den Finanzmärkten nur kurz. Trotz der Wiederaufnahme der Regierungsarbeit fehlt Anlegern weiterhin ein entscheidender makroökonomischer Kompass: Die für Oktober erwarteten Inflations- und Jobdaten werden nach Angaben des Weißen Hauses wohl nie veröffentlicht. Der ungewöhnliche Daten-Blackout belastet Risikoassets – einschließlich Bitcoin und Ethereum. Eine Ausnahme bleibt XRP.
Bitcoin und Ethereum unter Druck – Gesamtmarkt rutscht ab
Am Donnerstagnachmittag notiert Bitcoin bei 102.920 US-Dollar, ein Minus von rund 2 Prozent. Ethereum fällt auf 3.500 US-Dollar und verliert etwa 1,3 Prozent. Die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung rutscht ebenfalls um 1,5 Prozent auf 3,48 Billionen US-Dollar ab.
In einem ansonsten roten Markt ist XRP die einzige große Kryptowährung mit grünen Vorzeichen. Die Kryptowährung steigt um 2,7 Prozent auf 2,50 US-Dollar. Grund hier ist, dass der Nasdaq das erste US-amerikanische Spot-XRP-ETF von Canary Capital zertifiziert, das am Donnerstag zum US-Handelsstart debütieren soll.
Damit reiht sich XRP in die Riege jener Kryptowährungen ein, die – ähnlich wie Bitcoin und Ethereum – zunehmend über regulierte Finanzprodukte zugänglich werden.
Makro-Lage bleibt unklar – Fed muss ohne Oktober-Daten entscheiden
Nach 42 Tagen Stillstand hat das US-Repräsentantenhaus am Mittwoch ein kurzfristiges Finanzierungspaket verabschiedet, das den Regierungsbetrieb bis Ende Januar 2026 sichert. Präsident Donald Trump signierte das Gesetz noch am selben Abend.
Obwohl das Shutdown-Ende formal Klarheit bringt, hinterlässt die monatelange Blockade ein massives Informationsloch. Laut der Presseabteilung des Weißen Hauses werden die wichtigen Oktober-Daten zu Verbraucherpreisen und Beschäftigung aufgrund der Unterbrechung nicht mehr veröffentlicht.
Damit fliegen nicht nur Investoren, sondern auch die US-Notenbank bei ihren nächsten Zinsentscheidungen sprichwörtlich blind. Der Markt preist diese neue Unsicherheit bereits ein.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

