Big-Short Burry
Verlässt Michael Burry Scion Asset Management?
Hört Michael Burry auf? Macht er seinen Fonds dicht? Das legt eine Einreichung an die SEC nahe.
- Michael Burry meldet sich bei SEC ab, Fonds unklar.
- Er wechselt zu "besseren Dingen" am 25. November.
- Skepsis gegenüber KI-Boom, Short-Positionen erhöht.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Micheal Burry hat sich am 10. November bei der SEC abgemeldet, was bedeutet, dass er nicht mehr als regulierter Investmentberater registriert ist.
Der Starinvestor, der durch seine Wette gegen den US-Immobilienmarkt 2008 bekannt wurde, schrieb zudem in einem Social-Media-Post mit Screenshot des gekündigten Status, dass er am 25. November "zu viel besseren Dingen" übergehe.
Der Hedgefonds-Manager hatte zuvor bereits vor Übertreibungen am Markt gewarnt. Letzten Monat postete er ein Bild seines Alter Egos aus dem Film The Big Short mit dem Hinweis, dass "wir manchmal Blasen sehen".
Solche Kommentare werden als Skepsis gegenüber der Finanzstabilität des KI-Booms interpretiert. In einer Einreichung für das dritte Quartal meldete Scion Short-Positionen auf Nvidia und Palantir.
Investmentberater mit mehr als 100 Millionen US-Dollar verwaltetem Anlagevermögen müssen sich in der Regel bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) registrieren. Die Abmeldung wirft die Möglichkeit auf, dass Burry seinen Hedgefonds entweder schließt oder für externe Investoren dichtmacht.
Burry hatte bereits 2008 seine frühere Firma Scion Capital geschlossen, nachdem er 2005 erfolgreich die Wall-Street-Banken dazu brachte, Credit-Default-Swaps zu kreieren, um gegen Anleihen zu wetten, die durch besonders riskante Hypothekendarlehen abgesichert waren. Die Strategie zahlte sich aus, als Kreditnehmer ausfielen, und ließ die Investoren laut Michael Lewis’ Buch The Big Short ihr Geld von 2000 bis 2008 mehr als verfünffachen. 2013 eröffnete Burry Scion Asset Management.
Burrys Post zur SEC-Statusänderung von Scion enthielt auch Details zu seiner Short-Position auf Palantir: Er habe rund 9,2 Millionen US-Dollar in Optionen investiert, die ihm erlauben, die Aktien "2027 zu 50 US-Dollar zu verkaufen". Es kann also durchaus möglich sein, dass er mit beiden Short-Wetten All-In geht.
Scion Asset Management antwortete zunächst nicht auf Medienanfragen. MarketWatch berichtete zuvor über die Einreichung.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

