Krypto gegen Edelmetall
Michael Saylor: "Bitcoin wird Gold in zehn Jahren überholen"
Michael Saylor prophezeit, dass Bitcoin bis 2035 Gold als wichtigste Anlageklasse überholen wird – trotz Kurseinbruch und skeptischer Märkte.
- Bitcoin wird bis 2035 Gold als Anlageklasse überholen.
- Marktkapitalisierung: Bitcoin 2,006 Bio. USD, Gold 29,253 Bio. USD.
- Negative Marktstimmung bietet Chancen für Investoren.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Michael Saylor, Gründer und Executive Chairman von Strategy, zeigt sich überzeugt: "Es gibt keinen Zweifel in meinem Kopf, dass Bitcoin bis 2035 eine größere Anlageklasse sein wird als Gold." Das sagte der Milliardär beim Yahoo-Finance-Invest-Event. Der Chef des weltweit größten börsennotierten Bitcoin-Halters bleibt bullish – trotz der jüngsten Marktturbulenzen.
Bitcoin gegen Gold: Der große Vergleich
Derzeit beträgt die Marktkapitalisierung von Bitcoin rund 2,006 Billionen US-Dollar. Gold liegt mit 29,253 Billionen US-Dollar noch weit vorn. Damit Bitcoin das Edelmetall überholen kann, müsste sein Preis auf über 1,4 Millionen US-Dollar pro Coin steigen.
Saylor verweist auf die feste Obergrenze von 21 Millionen Bitcoin, die im Code der Kryptowährung verankert ist. Laut seiner Prognose werden bis 2035 rund 99 Prozent aller Bitcoin geschürft sein. Das mache das digitale Asset planbar und knapp – ein zentrales Argument gegenüber Gold.
Markt im Rückwärtsgang – doch Saylor bleibt optimistisch
Seit Mitte Oktober hat der Kryptomarkt kräftig korrigiert. Daten des Analyseportals CoinGlass zeigen, dass in den vergangenen Wochen Milliarden an gehebelten Positionen liquidiert wurden. Bitcoin, kleinere Tokens und kryptobasierte Aktien wie die von Strategy verloren deutlich.
Trotzdem sieht Saylor die Lage entspannt. Auf die Frage, ob Anleger das Vertrauen verlieren, antwortete er knapp: "Ich glaube nicht, dass sie den Glauben verlieren."
"Negative Stimmung ist eine Chance"
Während Gold seit Jahresbeginn besser performt als Bitcoin – um 52 Prozent – bleibt Saylor unbeirrt. Der Kurs der Kryptowährung stieg immerhin um 9 Prozent, während die Aktie von Strategy im selben Zeitraum 22 Prozent verlor.
Für Saylor ist das kein Grund zur Sorge:
"Die Fundamentaldaten der Branche sind heute viel besser als vor zwölf Monaten. Die Marktstimmung ist negativ, aber das ist eine Chance für Investoren, die selbst denken."
Michael Saylor bleibt der wohl prominenteste Bitcoin-Optimist der Finanzwelt. Seine Botschaft ist klar: Wer an den langfristigen Wert von Knappheit glaubt, wird Bitcoin gegenüber Gold bevorzugen – auch wenn der Weg dorthin noch steinig ist.
Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion
