DAX-Knaller
Siemens Energy kündigt erste Dividende seit vier Jahren an
Siemens Energy legt starke Zahlen vor und übertrifft nicht nur seine Ziele, sondern kündigte erstmals seit vier Jahren wieder eine Dividende an.
- Siemens Energy übertrifft Ziele und kündigt Dividende an.
- Umsatz im Q4 steigt auf 10,4 Milliarden Euro.
- Rekordauftragsbestand von 138 Milliarden Euro erreicht.
- Report: Die Jahresendrallye rollt an
Siemens Energy legte am Donnerstagabend seine Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das gesamte Geschäftsjahr 2025 vor. Der Umsatz im Schlussquartal kletterte um 9,7 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro und überschritt damit erstmals die Marke von zehn Milliarden Euro. Nach Steuern verbuchte Siemens Energy einen Gewinn von 236 Millionen Euro, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 254 Millionen Euro angefallen war.
Für das Gesamtjahr 2025 meldete das Unternehmen einen Gewinn nach Steuern von 1,685 Milliarden Euro – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den 1,335 Milliarden Euro des Vorjahres. Der Free Cashflow vor Steuern vervielfachte sich auf 4,663 Milliarden Euro.
Vorstandschef Christian Bruch sprach von einem "erfolgreichen Jahr". Siemens Energy sei profitabel gewachsen und habe den Unternehmenswert spürbar gesteigert. "Erstmals seit vier Jahren zahlen wir wieder eine Dividende – ein klares Signal an unsere Aktionärinnen und Aktionäre", so Bruch. Vorgeschlagen sind 0,70 Euro je Aktie, entsprechend 50 Prozent des bereinigten Jahresgewinns.
Starke Nachfrage treibt Geschäft – Rekordauftragsbestand erreicht
Die Transformation der Energiemärkte spielt Siemens Energy in die Karten. Die globale Nachfrage nach Stromtechnologien steigt, und der Konzern ist sowohl in der konventionellen als auch in der erneuerbaren Stromerzeugung breit aufgestellt.
Der Auftragseingang im vierten Quartal lag bei 14,2 Milliarden Euro, das Book-to-Bill-Verhältnis erreichte starke 1,36. Der gesamte Auftragsbestand stieg damit auf den Rekordwert von 138 Milliarden Euro.
Siemens Gamesa bleibt Minusfaktor – Break-Even weiter geplant
Sorgenkind des Konzerns bleibt die spanische Windturbinen-Tochter Siemens Gamesa, die im vierten Quartal erneut einen Verlust von 303 Millionen Euro vor Sondereffekten verzeichnete. Dennoch bestätigte das Management, dass die problembehaftete Sparte im Geschäftsjahr 2026 die Gewinnschwelle erreichen soll.
Ausblick:
Siemens Energy blickt zuversichtlich in die kommenden Jahre und hebt seine mittel- bis langfristigen Ziele deutlich an. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet der Konzern mit einem Umsatzwachstum zwischen 11 und 13 Prozent, einer bereinigten EBITA-Marge von 9 bis 11 Prozent sowie einem Gewinn nach Steuern von 3 bis 4 Milliarden Euro.
Bis 2028 strebt Siemens Energy ein jährliches Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich an und peilt zugleich eine deutlich höhere bereinigte EBITA-Marge von 14 bis 16 Prozent an, nachdem bislang lediglich 10 bis 12 Prozent in Aussicht gestellt worden waren.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion
Die Siemens Energy Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +1,94 % und einem Kurs von 109,1EUR auf Lang & Schwarz (14. November 2025, 07:56 Uhr) gehandelt.

